http://www.faz.net/-gyl-74pme

Neue Studie : Studenten konsumieren immer mehr Psychopharmaka

  • Aktualisiert am

Pillen gegen den Stress: Unter Studenten offenbar mittlerweile ziemlich verbreitet Bild: dpa

Eine neue Studie der Techniker Krankenkasse erregt Aufsehen: Unter deutschen Studenten ist der Verbrauch von Psychopharmaka seit 2006 um 55 Prozent gestiegen. Warum? Das hat die Krankenkasse nicht untersucht, doch sie verweist auf Prüfungsstress und Geldnot.

          Unter Studenten in Deutschland ist der Konsum von Psychopharmaka einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2010 erhielt ein Student statistisch betrachtet 13,5 Tagesdosen und damit 55 Prozent mehr als 2006 (8,7 Tagesdosen). Das besagt eine aktuelle Auswergung der Techniker Krankenkasse (TK).

          Der Verbrauch unter Hochschülern stieg damit stärker als unter gleichaltrigen Berufstätigen. Bei dieser Gruppe erhöhte sich die Quote von 7,1 Dosen im Jahr 2006 auf 9,9 Dosen 2010 - ein Plus von 39 Prozent.

          Studenten fühlen sich häufig gestresst

          Die TK-Studie untersuchte die gesundheitliche Situation von Studenten und jungen Berufstätigen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Demnach stiegen in dieser Altersklasse zwischen 2006 und 2010 vor allem die Verordnungsraten von Antidepressiva stark um mehr als 40 Prozent. Eine Analyse der Daten zeige, dass jedem fünften Studenten oder jungem Berufstätigen mindestens einmal pro Jahr eine psychische Diagnose gestellt werde, teilte die Kasse mit. Frauen seien mit 30 Prozent viel stärker betroffen gewesen als Männer mit 13 Prozent.

          Gründe für den gestiegenen Psychopharmaka-Konsum nannte die TK nicht. Sie verwies auf eine Umfrage aus Nordrhein-Westfalen, wonach sich viele Studenten heutzutage häufig oder sogar ständig gestresst fühlten. Als Hauptursachen seien dabei Prüfungsdruck, Zeitnot und finanzielle Sorgen genannt worden.

          Weitere Themen

          Pendler haben es schwer

          Teure Innenstädte : Pendler haben es schwer

          Eine neue Studie legt nahe: Wegen hoher Mieten in Deutschlands Innenstädten müssen Pendler immer weitere Wege zur Arbeit zurücklegen. Eine Gesellschaftsgruppe ist besonders betroffen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.