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Neue Schreibweise Nur noch „Professorinnen“ an der Uni Leipzig

 ·  Wer die männliche Bezeichnung „Professoren“ nutzt, meint damit in der Regel auch die Professorinnen. Die Uni Leipzig will es künftig umgekehrt machen und nur noch weibliche Bezeichnungen verwenden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (311)
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Norbert Derksen

Deverbative Ableitungen auf „er“ oder „or“ sind geschlechtsneutral!

Bei Begriffen wie Mutter, Tochter, Schwester, Frauenzimmer usw. käme niemand auf die Idee, allein aus der Endung „er“ auf Männlichkeit zu schließen. Das aber ändert sich schlagartig, wenn opportunistische Politiker in plumper Anbiederung an den Zeitgeist plötzlich holprig und umständlich von den „Wählerinnen und Wählern“ faseln und dabei übersehen, daß die deverbative Ableitung auf „er“ lediglich grammatisch männlich ist, semantisch aber selbstverständlich beide natürlichen Geschlechter umfaßt, mögen ein paar unreife Emanzen, welche übrigens die idiotische und sprachverhunzende Rechtschreibversaubeutelung meist klaglos übernehmen, noch so zetern. Bei Dienstbezeichnungen verbietet der „Wahrig“ die geschlechtsspezifische Form mit Suffix „in“ sogar ausdrücklich. Latinisierte deverbative Ableitungen enden statt auf „er“ eben auf „or“, aber sonst ändert sich nichts. Wie soll das freilich eine Professorenschaft erkennen, welche die absurde Relativitätstheorie mit „Wissenschaft“ verwechselt?

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Christian Winkler

Deutsche Sprache in Gefahr

Dies ist meine allererste Lesermeinung. Schon bei der Anmeldung wurde ich konfrontiert mit Anreden wie "Nutzerinnen und Nutzer" oder "Verfasserinnen und Verfasser", was sehr gut zum
Thema passt. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen in Bedienungsanleitungen "Lieber Kunde" stand, ohne dass sich jemand darüber aufgeregt hätte. Meiner Meinung nach brauchen wir dringend junge Frauen, die aufstehen und sagen: "Rettet die deutsche Sprache vor den "Ultra-Feministinnen"!" Sonst werden sie in naher Zukunft von weiblichen und männlichen Professorinnen unterrichtet und machen ihre Ärztin- und Friseurintermine aus.
Hat frau etwas davon?

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Carolin K.

männlich, weiblich - NEUTRAL

Man könnte das ganze ja auch einfach so "wunderschön" neutral machen wie in der StVO. Da gibt es z.B. die Rad Fahrenden und die zu Fuß Gehenden.

Daher würde ich Analog dazu vorschlagen: die Professur Innehabenden

Im Hochschulalltag wird das bereits bei den Studenten und Studentinnen umgesetzt (das sind die Studierenden).

Lässt sich auch schön auf viele weitere Berufe übertragen. Aus Lehrer und Lehrerinnen werden die Lehrenden, aus Bäcker und Bäckerinnen die Backerzeugnis Herstellenden, ...

Das hört sich zwar alles total seltsam und unpersönlich an, aber damit könnte man endlich auf Doppelnennungen oder "diskriminierende" Fußnotenhinweise zu Lasten eines Geschlechts verzichten.

Viele Grüße
die Kommentierende ;)

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Frank Harden (FRKHRD) - 08.06.2013 15:14 Uhr

Bei Geld hoert die Freundschaft auf...

...heisst es, und stellt man die monatlich anfallenden Produktionskosten einer TITANIC den Kosten gegenueber, die die Armutskonferenz, die Uni-Leipzig, die Genderindustrie bis jetzt verursacht hat und verursachen wird, sollte kritische Hinterfragung einsetzen.

"Unkosten sind wie Fingernaegel, man muss sie immer wieder beschneiden."

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Thorsten Krings

diskurs

wie üblich betreiben die Universitäten Nabelschau, ergehen sich in wirkungslosen symbolischen Akten und wintern sich dann, dass sie nichts relevantes zum gesellschaftlichen Diskurs beitragen- und das steuerfinanziert.

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Jürgen K. Paape

Hochschulrektorin: "Wir waren nüchtern ..."

Niemand hätte bei "BlaustrümpfInnen" etwas anderes erwartet, oder?

Probleme werden nicht tatsächlich, sondern sprachlich gelöst. Das hatte in der Gegend doch schon einmal "wissenschaftliche" Tradition.

Lautete das marxistische Kredo noch: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“, so versteifte sich ihre späte realsozialistische Interpretation auf: „Was interessiert mich die Realität, man muss sie nur passend benennen.“

Der aktuelle Leipziger Rückgriff auf beste realsozialistische (AgitProp-)Kompetenz in der Problembewältigung wird viel diskutiert (und zurecht verlacht!), nicht die fehlende Gleichstellung.

Wer schon bisher nicht gelernt hat, Probleme real zu lösen, der ist jetzt offenbar in Leipzig an der Uni. Zukünftig wird man die in einem Atemzug nennen müssen mit Schilda.

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Stefan Gruner

Es wuerde mich doch mal interessieren...

... ob diese Leipziger Professorinnen auch regelmaessig bei Wind und Wetter vor den Toren der saudischen und iranischen Botschaften und Konsulaten gegen die Frauenauspeitschungen in jenen Laendern demonstrieren gehen? Oder sich wenigstens am Rande fuer die Putzfrauen interessieren, die morgens in aller Herrgottsfruehe ---Verzeihung, ich meinte natuerlich: Damegoettinnenfruehe--- die Flure der Leipziger Institute bohnern? Oder glauben die Leipziger Professorinnen, mit ihrem Verwaltungsakt der Gerechtigkeit nun genug getan zu haben? - Nur mal so gefragt...

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Stefan Gruner

Der Herzog fragte Konfuzius...

... wie die Unordnung in seinem Reich am besten zu bekaempfen waere.
Der Meister antwortete:
"Durch Richtigstellung aller Bezeichnungen".

[aus: Konfuzius, Konversationen]

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Harry Stahl

#Genderwahn durch Gender Mainstreaming

Diese ganze Problematik ergibt sich daraus, dass unter dem Deckmantel des "Gender Mainstreamings" die Bevölkerung nach den Vorstellungen der Feministinnen einer Art Gehirnwäsche unterzogen werden soll. Ich empfehle einmal die Lektüre "Genderwahn - Gender Mainstreaming in der Kritik" (Amazon).

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Frank Harden (FRKHRD) - 07.06.2013 16:17 Uhr

Armutskonferenz auf der Siegerstrasse - "Liste der sozialen Unwörter" wird weiter vervollstaendigt

FAZ - "Unwörter mit Abgrundhintergrund"

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Norbert Ost
Norbert Ost (grohfuda) - 07.06.2013 15:01 Uhr

Wenn ich das Ganze konsequent zuende denke,

ist die Aktion doch gar nicht so dumm und lächerlich, wie sie zunächst erscheint. Nur aus anderen Gründen als die Initiatorinnen ursprünglich gedacht haben. Dank dieses Kunstgriffes, kann eine Frauenquote unter den Hochschullehrkräften an der Universität Leipzig in Zukunft geschickt umgangen werden, da es per Definition bereits ausreichend Professorinnen gibt. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Zunächst kann bei Berufungen wieder auf die Qualifikation geschaut werden, da das Geschlecht als Auswahlkriterium wegfällt. Weiterhin kann ein Teil des Geldes, welches bisher in das Professorinnenprogramm floss, sinnvoller eingesetzt werden. Also lieber eine Frauenquote in der Berufsbezeichnung als in der Realität...

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Frank Harden (FRKHRD) - 07.06.2013 13:41 Uhr

Ein Kaefig voller Narren - an alle versteckten Drag-Queens hier in diesem Forum.

Unvergesslich die Szene, als Schauspieler Udo Tagnazzi dem Michel Serrault am Fruehstueckstisch einhaemmerte: "Und denk immer daran: Du bist ein Mann." Michel Serrault - aka Drag-Queen Albin Mougeotte: "Ich bin ein Mann. Ich bin ein Mann. Ich bin ein Mann. Mein Gott(!), ist das schrecklich, ich bin ein Mann."

Filmschauspieler Michel Serrault war Vater von zwei maennlichen Toechtern.

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Steffen Frank
Steffen Frank (SFFH) - 07.06.2013 12:56 Uhr

Bitte mehr davon!

Wunderbar. Bitte, bitte auf die Geschichtsschreibung ausweiten. Größte Führerin aller Zeiten klingt doch viel knackiger. Und wird auch endlich den Frauen in Österreich historisch gerecht.

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Andreas Koerner

Wenn eine Gruppe der Gesellschaft - getragen von ihrer Ideologie - damit beginnt,

der Mehrheitsgesellschaft bestimmte Sprachdiktionen zu verordnen, so ist das schon immer der erste gefährliche Schritt zur Abkehr von der Demokratie gewesen.

Das "Mäntelchen", welches man sich dabei umhängt, heißt heute:
Politische Korrektheit.

Es beginnt mit vielen kleinen Schritten...

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Christian Becker
Christian Becker (cjb-78) - 07.06.2013 09:47 Uhr

Nur weiter so!

Als täglich immer mehr diskriminierter Mann habe ich folgende Forderungen:
- Parkplätze für Männer, die auch mal dicht am Eingang liegen
- Nachdem zuletzt auch die StVO durchgegendert wurde: Ein Fußgängerschild, auf dem auch ein Mann abgebildet wird (oder müssen Männer inzwischen schon auf der Straße laufen?)
- Eine neue EU-Vorschrift: Kataloge (Otto, Heine usw.), Bekleidungsläden (C&A, H&M, Karstadt usw.) müssen die gleche Verkaufsfläche (bzw. Seitenzahl) für Männermode wie für Frauenmode anbieten (Technik den Männern zuzuordnen zählt nicht). Bei Verstößen Strafen bzw. Aufbau eines Systems zum "Verkaufsflächenhandel"/angelehnt an den Emmissionsrechtehandel, der doch so effektiv funktioniert...
- Abschaffung der Bezeichnung Tagesmutter und Ersatz durch Tagesvater
- Verpflichtende Erklärung in Stellenanzeigen, dass bei gleicher Qualifikation "Männer" bevorzugt eingestellt werden (insbesondere in der öffentl. Verwaltung)

...und wenn ihr mich lasst, habe ich noch viel mehr Ideen...

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Alexander Lieven

Bin gespannt, wann mich DIE Bürokratie zur Frau erklärt!!!

...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.06.2013 19:02 Uhr
Stefan Gruner

Nach wie vor lesenswert...

ist das nun schon etwas aeltere Buch "die Toechter Egalias" einer schwedischen Autorin. Darin wird ironosch eine umgekehrte Welt beschrieben, in der die Maenner den Frauen untertan sind. Die damalige Absicht des Buches war es natuerlich gewesen, der Leserschaft die Absurdidaet des Patriarchats parodistisch vor Augen zu fuehren. Dass das heutige Nordwest-Europa den Schilderungen jenes Romans schon ziemlich nahe gekommen ist, haette sich dessen Autorin damals wohl nie traeumen lassen. Richtig lustig wird's in dem Roman dann ab dem Kapitel, in welchem die Entwicklung einer Maenneremanzipationsbewegung geschildert wird. Eine fuehrende Rolle in der Revolte spielt in dem Roman das "Herrlein Uglemose", eine unverheiratete maennliche Lehrerin. Die ganze Schulklasse ist schwer beeindruckt, als das oft verspottete Herrlein Uglemose ---in einem Anfall von gerechtem Zorn gegen das Matriarchat--- die Holzplatte seines Lehrerinnenkatheters mit einem einzigen maskulinen Faustschlag zertruemmert :)

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Sigbert Holderied

Pfofersorinnen

Dümmer geht nümmer und das wird mit Steuergelder bezahlt. Mein Gott wie weit kann man degenerieren

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Adriaan Slooff

Geigenbauer und die Geige spielen

Als Holländer möchte ich bitte auch kurz reagieren m/w Uni-Leipzig:
• An wem haben Frauen zu danken dass sie überhaupt nun können studieren...?
• Sind es nicht immer die Männer die Frauen Rechte und Chancen geben und diese auch noch verteidigen?
Wirklich, ohne der Geigenbauer kann keine Frau die erste Geige spielen....
Adriaan Slooff, Arnheim-NL

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Franz-Viktor Salomon-vom Stein

Professorinnen in Leipzig

Als ehemaliger Professor dieser Universität und als Leipziger kann ich mich für die traditionsreiche Bildungssstätte nur schämen. Durch das verordnete "Neusprech" wird unter der Maske der Toleranz durch einen penetranten Moralismus die geistige Unterjochung bis zur Zwangsverblödung vorangetrieben. Der ehemalige sächsische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Hans Joachim Meyer, hat schon vor einigen Jahren eine "ungehemmte Bereitschaft zur geistigen Selbstenteignung" konstatiert.

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Michael Wolf

Geistiger Tiefflug

Ansprachen wie "Liebe Bürger", "Liebe Professoren" usw. waren und sind geschlechtsneutral! Der Plural umfasst alle Geschlechter und ist damit schon immer seiner Zeit voraus gewesen. Dank Feministinnen wurden die Geschlechter aber dann in der Sprache explizit getrennt, weil eine Trennung ja so gleichberechtigt macht.

Aus "Liebe Bürger" wurde das sprachlich völlig schwachsinnige "Liebe Bürgerinnen und Bürger". Ausformuliert bedeutet es nämlich: "Liebe Bürger weiblichen Geschlechts und Bürger weiblichen, männlichen und anderen Geschlechts." Bravo, dass niedrige geistige Niveau des Feminismus wurde damit in der Sprache von Politik und Behörden verewigt. Aber Hauptsache was gegendert!

Nun soll der Schwachsinn also in die 2. Runde gehen und die geschlechtsneutrale Bezeichung "Professoren" durch die explizit nur weibliche Personen bezeichnende Form "Professorinnen" ausgetauscht werden. Kann man geistigen Tiefflug und fehlenden Sachverstand offener präsentieren? Und das von einer UNI!

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05.06.2013, 16:19 Uhr

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