08.07.2009 · Bildungsministerin Schavan hat sich nach einem Gespräch mit Studenten und Vertretern der Hochschulpolitik für Korrekturen an der „Bologna“-Reform ausgesprochen. Beim Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium sei sie „gegen eine Quote“.
Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) hat sich nach einem Gespräch mit Studenten und ranghohen Vertretern der deutschen Hochschulpolitik für Korrekturen an der „Bologna“-Reform ausgesprochen. Als „zentrale Punkte“, die sie auf den Weg bringen wolle, nannte sie die Erneuerung der Curricula sowie die Flexibilisierung der Länge des Bachelor-Studiums. Es könne erforderlich sein, statt sechs auch sieben oder acht Semester im Bachelor-Studiengang zu studieren.
Darüber hinaus müsse der Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium „problemlos“ möglich sein. „Ich bin gegen eine Quote“, sagte Frau Schavan. Sie hob hervor, es habe „Konsens“ bestanden, „dass niemand zurück will in die Zeit vor Bologna“.
Ein „großer Erfolg“
Ein Sprecher des Deutschen Hochschulverbands sagte der F.A.Z., die Kritik an der Ministerin beginne positive Wirkung zu zeigen. Der Bundesvorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), Gottfried Ludewig, sagte der F.A.Z., er sei „hoch zufrieden“ mit den Ergebnissen des Treffens. Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen nannte die „Zusicherung“, das Master-Studium ohne Quote für alle Bachelor-Absolventen zugänglich zu machen, einen „großen Erfolg“. Konkrete Handlungsschritte sei Frau Schavan aber „schuldig geblieben“.
Schavan hatte 20 Studentenvertreter, darunter die Organisatoren des bundesweiten „Bildungsstreiks“, sowie Rektoren- und Kultusministerkonferenz (KMK) zu einem runden Tisch über die Probleme der sogenannten Bologna-Studienreform nach Berlin eingeladen. Während der Protestaktionen hatte die Ministerin einen Teil der studentischen Forderungen noch als „gestrig“ bezeichnet. Nach dem Treffen am Dienstag sagte Schavan: „Das Gespräch hat sich gelohnt.“
Realitätsfremd
J. H. (JohannesLeonhard)
- 08.07.2009, 13:59 Uhr
unzutreffende Vergleiche
Martin Klewenhagen (Bachelorand)
- 09.07.2009, 01:15 Uhr