03.07.2008 · Dass Hochqualifizierte deutlich mehr verdienen als Arbeitnehmer mit niedrigem Bildungsabschluss, liegt auf der Hand. Doch der Fachkräftemangel trägt dazu bei, dass die Kluft zwischen diesen Gruppen wächst.
In Bildung zu investieren zahlt sich in barer Münze aus. Die Gehälter von hochqualifizierten Arbeitnehmer liegen deutlich über denen der geringqualifizierten. Bei Akademikerinnen beträgt der Unterschied knapp 64 Prozent, Männer kommen sogar auf 67 Prozent. Insgesamt ist der Lohnvorteil einer hohen Bildung seit dem Jahr 2000 um 6 Prozentpunkte gestiegen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ausgerechnet hat.
Unter den Akademikergruppen gibt es erwartungsgemäß erhebliche Unterschiede. An der Spitze liegen die Mediziner mit einem Vorteil von 80 Prozent. Es folgen die so genannten MINT-Qualifikationen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Akademiker aus diesen Fachrichtungen sind derzeit am Arbeitsmarkt besonders rar. Auch Wirtschaftswissenschaftler erreichen diesen Wert. Das Schlusslich bilden Uni-Absolventen aus den Fachrichtungen Kunst, Kultur- und Sprachwissenschaften, die im Schnitt immer noch doppelt so viel verdienen wie Geringqualifizierte. Damit liegen sie auch noch deutlich über den Berufstätigen mit einer höheren beruflichen Bildung (Männer: 41 Prozent, Frauen: 36) und einer normalen Berufsausbildung (Männer:19 Prozent, Frauen 21 Proeznt).