18.07.2009 · Eine halbe Million Studenten bekommen in Deutschland Bafög. Die Reform des Gesetzes hat den Höchstsatz steigen lassen - und die Politik will den Anteil der Geförderten weiter erhöhen.
Jeder vierte Student in Deutschland bezieht Bafög. Die Zahl der studierenden Empfänger von Leistungen gemäß Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) ist im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf 510.000 gestiegen, insgesamt sind an Deutschlands Hochschulen knapp zwei Millionen Studenten eingeschrieben. Die Zahl der geförderten Schüler blieb nach Auskunft des Statistischen Bundesamts nahezu gleich bei 312.000. Bund und Länder haben dafür insgesamt 2,33 Milliarden Euro ausgegeben, 144 Millionen Euro mehr als 2007. Der Anstieg erklärt sich aus der im vergangenen August in Kraft getretenen Änderung des Gesetzes, der zweiundzwanzigsten seit seiner Einführung im Jahr 1971. Dadurch stiegen die Freibeträge und Bedarfssätze, der durchschnittliche Fördersatz für Studenten beträgt nun 398 Euro im Monat, 23 Euro mehr als zuvor; für Schüler gibt es durchschnittlich 321 Euro.
648 Euro sind das Maximum, 398 Euro der Durchschnitt
Die Höhe der Förderung hängt von der Ausbildungsstätte und der Unterbringung sowie vom Einkommen des Geförderten und der Eltern ab. Den Höchstsatz von 648 Euro erhalten 43 Prozent der studierenden Bafög-Empfänger. „Wir wollen Ausbildungswilligen finanzielle Sorgen nehmen und ihnen die Entscheidung für bestmögliche Qualifizierung erleichtern“, kommentiert Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) die Statistik. „Die Zahl der BAföG-Empfänger ist wieder im Aufwind und wird noch weiter wachsen.“