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Veröffentlicht: 28.02.2017, 19:10 Uhr

Ausgründungen Münchner Unis bestes Pflaster für Start-ups

Wer im Gründungsradar des Stifterverbands gut abschneidet, gilt als ausgezeichnete Adresse. Denn Absolventen dieser Unis gründen besonders viele Start-ups. Auch bekannte Unternehmen sind so schon entstanden.

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© dpa Mit Start-up-Potential: Lernen in München

Nicht nur die Zahl der Professorenstellen, der Studiengänge oder der wissenschaftlichen Veröffentlichungen werden gern als Qualitätsmerkmal von Universitäten und Hochschulen herangezogen. Längst gehören auch Unternehmensgründungen dazu. Gehen aus dem akademischen Umfeld Start-ups hervor, die Geschäftsideen umsetzen und im besten Fall Arbeitsplätze schaffen, dann gilt das als eine Art Ritterschlag. Dementsprechend wimmelt es an den Hochschulen von Gründer-Initiativen, Wettbewerben und Förderinstrumenten.

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Licht in dieses Dickicht bringt seit einigen Jahren der sogenannte Gründungsradar des Stifterverbands, einer Initiative von Stiftungen und Unternehmen. Er ist gerade zum dritten Mal erschienen und hat bei vielen gut plazierten Hochschulen wieder mal Entzückung hervorgerufen. Denn wer hier gut abschneidet, gilt als modern, effektiv, praxisorientiert, als ausgezeichnete Adresse.

 
Wer im Gründungsradar des Stifterverbands gut abschneidet, gilt als ausgezeichnete Adresse. Wieso?

Unter den großen Standorten mit mehr als 15.000 Studenten lagen die üblichen Verdächtigen vorn: Die Hochschule München und die Technische Universität München teilten sich Platz eins, nachdem in den vergangenen Jahren mal der eine, mal der andere ganz vorn gelegen hatte. Dritter wurde ein weiterer sehr renommierter Bewerber, das Karlsruher Institut für Technologie, kurz KIT. Bei den mittelgroßen Hochschulen mit 5000 bis 15.000 Studenten hieß die Reihenfolge auf den ersten drei Plätzen: Leuphana Universität Lüneburg, Universität Oldenburg, Technische Universität Kaiserslautern.

Bemerkenswerte Erfolgsgeschichten

Unter den Kleinsten belegten drei private Hochschulen, die ihren Schwerpunkt bei den Wirtschaftswissenschaften haben, die ersten drei Plätze - ein Bild, das aus der bis dahin letzten Studie im Jahr 2012 vertraut war. Die Business School Leipzig (HHL) lag vor der Otto Beisheim Business School in Vallendar (WHU) und der Privaten Hochschule Göttingen.

Dass es bei den Ausgründungen oft um bemerkenswerte Erfolgsgeschichten geht und nicht etwa nur um Spielwiesen für Jungunternehmer, zeigen Beispiele wie Celonis SE aus München. Sie beschäftigt sich mit Big-Data-Technologie, ist ein Paradebeispiel der TU München und hat gerade bei Investoren weitere 27,5 Millionen Euro eingesammelt. Mit einem Umsatzwachstum von 4000 Prozent in vier Jahren sei Celonis das am schnellsten wachsende Technologieunternehmen Deutschlands. Insgesamt wurden an der TU München 2015 - dem vom Gründungsradar untersuchten Jahr - 70 Unternehmen ausgegründet. Seit 1990 seien es mehr als 800 gewesen, und sie hätten mehr als 14.000 Arbeitsplätze geschaffen.

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Auch an der HHL in Leipzig hat man zusammengezählt: Seit dem Jahr 2000 haben Absolventen der Hochschule knapp 200 Unternehmen gegründet und für 2800 Arbeitsplätze in Sachsen gesorgt. Unter anderem habe das von Absolventen gegründete Online-Reiseportal Trivago, das vor allem Hotelpreise vergleicht, den Börsengang in New York gewagt - natürlich ein Höhepunkt in der Gründer-Bilanz der Leipziger.

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