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Ausbildungsförderung : Meister-Bafög gewinnt an Beliebtheit

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29 Prozent der Geförderten kamen aus dem Bereich Handwerk. Bild: dapd

Unter Bafög stellen sich viele Menschen Förderung für ein Hochschulstudium vor. Doch ein weiterer Bereich des Bafögs gewinnt mehr und mehr an Bedeutung: Das Meister-Bafög.

          Das so genannte Meister-Bafög erfreut sich großer Beliebtheit. Die Zahl der Empfänger stieg im Jahr 2012 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr etwa 168.000 Personen „Meister-BAföG“-Leistungen. Damit stiegen im fünften Jahr in Folge die Empfängerzahlen.

          Mit dem Meister-Bafög werden Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung gefördert. Sie erhalten Beiträge zu den Kosten der Bildungsmaßnahme und zum Lebensunterhalt. An Förderleistungen standen im Jahr 2012 insgesamt 546 Millionen Euro zur Verfügung. Das waren 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

          Der Statistik zufolge haben sich im vergangenen Jahr 59 Prozent der Geförderten in Teilzeit und 41 Prozent in Vollzeit fortgebildet. Die Fortbildungsabschlüsse im Bereich Industrie und Handel nahmen mit knapp 50 Prozent die Spitzenstellung ein. Knapp 29 Prozent der Geförderten kamen aus dem Bereich Handwerk, wo die Quote derer, die sich später selbständig machen, besonders hoch ist.

          Viele Frauen, viele unter 25-Jährige

          Etwa ein Drittel der Geförderten waren Frauen. Ihre Zahl nahm gegenüber 2011 um knapp 3 Prozent zu. Die Zahl der Männer mit Meister-Bafög“ stieg im gleichen Zeitraum lediglich um 0,3 Prozent. Nach Altersgruppen betrachtet hatten die zwischen 20 und 25 Jahre alten Teilnehmer den größten Anteil an den Geförderten.

          Den Anstieg der “Meister-Bafög“-Empfänger wertete Bundesbildungsministerin Johanna Wanka als „äußerst erfreulich“. Dadurch zeige sich, „dass sich die Investitionen in die berufliche Bildung lohnen. Mit Hilfe des „Meister-BAföG“ verwirklichen die Geförderten ihre Höherqualifizierung und damit ihren beruflichen Aufstieg und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland“, erklärte die Ministerin.

          Quelle: FAZ.NET

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