Home
http://www.faz.net/-gyq-74uhd
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

2,5 Millionen Zahl der Studenten auf Höchststand

Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts hat die Zahl der Studierenden in Deutschland einen neuen Rekordwert erreicht. 2,5 Millionen waren es im Wintersemester 2012/2013.

© dpa Vergrößern Kein Platz mehr frei: Studierende in einem überfüllten Hörsaal.

Doppelte Abiturjahrgänge und der Wegfall der Wehrpflicht haben dafür gesorgt, dass die Zahl der Studenten in Deutschland auf immer neue Höhen steigt. Waren im Jahr 2001 noch 1,9 Millionen Studentinnen und Studenten an deutschen Hochschulen eingeschrieben, erhöhte sich ihre Zahl innerhalb von zehn Jahren um 27 Prozent auf 2,4 Millionen im Jahr 2011. „Nach vorläufigen Daten hat sich die Zahl der Studierenden zum Wintersemester 2012/2013 weiter auf 2,5 Millionen erhöht. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht“, sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Schon die Zahl der Studienanfänger, die sich erstmals an einer deutschen Hochschule eingeschrieben haben, hatte im Jahr 2011 mit 518.700 Personen einen Rekordwert erreicht. Gegenüber dem Jahr 2001 war das eine Steigerung um 50 Prozent. Nach vorläufigen Ergebnissen sank die Zahl der Erstsemester im Studienjahr 2012 zwar auf 492.700, dies war jedoch der zweithöchste Wert der Geschichte.

Auch die Zahl der Mitarbeiter stieg beträchtlich

Zahlen gab es auch zu den Beschäftigten in der deutschen Hochschullandschaft. An den Hochschulen und Hochschulkliniken arbeiteten im Jahr 2011 rund 337.100 Personen als wissenschaftliches und künstlerisches Personal. Das waren 50 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Deutlich gestiegen ist dabei vor allem die Zahl der nebenberuflich Beschäftigten, wie Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Hilfskräfte: sie erhöhte sich um 85 Prozent auf 119.600 Personen. Beim hauptberuflich beschäftigten Personal hat seit dem Jahr 2001 vor allem die Zahl der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter zugenommen, und zwar um 60 Prozent auf 162.100. Außerdem gab es 14 Prozent mehr Professoren, 2011 waren es insgesamt 42.900.

Das Betreuungsverhältnis hat sich angesichts der parallel steigenden Studentenzahlen nicht verbessert, sondern im Gegenteil leicht verschlechtert: Im Jahr 2011 wurden an deutschen Hochschulen von einer wissenschaftlichen Lehrkraft 15,9 Studierende betreut. 2008 hatte eine Lehrkraft noch 15,2 Studierende betreut. Dabei hatte der Wissenschaftsrat im Jahr 2008 eigentlich empfohlen, das Betreuungsverhältnis zu verbessern, um den mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen wachsenden Bedarf an intensiver Beratung und Betreuung der Studierenden gerecht zu werden.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.net

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Studentenrekord zum Wintersemester Hessens Hochschulen so voll wie nie

Zum Wintersemester sind in Hessen so viele Studenten eingeschrieben wie nie. Die Hochschulen beteuern, gut vorbereitet zu sein - und hoffen dennoch auf mehr Geld von Bund und Land. Mehr Von Sasche Zoske

11.10.2014, 11:00 Uhr | Rhein-Main
Studenten boykottieren Unterricht

In Hongkong haben Hunderte Studenten für demokratische Wahlen demonstriert. Geplant ist ein einwöchiger Boykott des Unterrichts. Mehr

23.09.2014, 15:50 Uhr | Politik
Deutsche und amerikanische Unis Wenn Studenten sich beschweren

Die Einladung an die Eltern, den Campus zu besuchen, ist in den Vereinigten Staaten gang und gäbe. Doch das ist sicher nicht der gravierendste Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Universitäten. Mehr Von Mark Roche

23.10.2014, 05:00 Uhr | Beruf-Chance
Tiananmen-Blutbad auch nach 25 Jahren totgeschwiegen

Am 4. Juni 1989 ließ die kommunistische Führung in China die Demokratiebewegung niederschlagen.Hunderte Menschen wurden getötet, viele von ihnen waren Studenten. Bis heute verbietet China jede Diskussion darüber. Mehr

03.06.2014, 16:47 Uhr | Politik
Studentische Wohnungsnot Zehn Minuten vom Feldbett zum Waschraum

Der Frankfurter Uni-AStA hat wohnungssuchende Studenten vorübergehend bei sich einquartiert - die meisten haben jetzt eine Bleibe. Mehr Von Frederik von Castell

14.10.2014, 18:03 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 05.12.2012, 20:00 Uhr