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Berufseinstieg Praktika sind der Knackpunkt

Eine Umfrage unter angehenden Wirtschaftswissenschaftlern und Ingenieuren zeigt: Studenten werten ihre Erfahrungen aus Praktika als wichtigsten Einflussfaktor für ihre Karriereplanung. Was sie in den Medien oder auf sozialen Netzwerken lesen, ist ihnen dagegen nicht so wichtig.

© dpa Vergrößern Ausprobieren nach dem Studieren: Praktika sind ein äußerst beliebter Weg zum Berufseinstieg.

60 Prozent der Wirtschafts- und Ingenieur-Studenten bewerten Praktika als den entscheidenden Einflussfaktor für ihre Karriereplanung. Das ist das Ergebnis einer Studie der Franz Haniel GmbH zum Thema Berufseinstieg. Dafür befragte das Unternehmen 925 Studenten der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften in ganz Europa. Mit 35 Prozent sind Praktika außerdem europaweit die am stärksten vertretene Einstiegsvariante in das Berufsleben.

Auf Platz zwei der bevorzugten Berufseinstiege haben die Studienteilnehmer den Direkteinstieg gewählt: Knapp ein Drittel der befragten Studierenden in Europa plant einen direkten Eintritt in ein Unternehmen. Platz drei belegen mit 23 Prozent die Trainee-Programme.

Die Deutschen sind Praktikums-Muffel

In Frankreich und Italien sind Praktika als Brücke in das Berufsleben besonders beliebt: 58 Prozent der französischen und 53 Prozent der italienischen Wirtschaftsstudenten bevorzugen diese Form des Berufseinstiegs. In Deutschland sind es dagegen lediglich 22 Prozent. Bei den Ingenieuren ergibt sich ein ähnliches Bild, auch hier liegen Frankreich und Italien mit 64 bzw. 60 Prozent vorn, von den deutschen Nachwuchsingenieuren möchten lediglich 35 Prozent ein Praktikum als Sprungbrett in den ersten Job nutzen.

Das soziale Umfeld spielt eine wichtige Rolle für die Karriere: 37 Prozent der befragten Studierenden werden von ihren Freunden beeinflusst und die eigene Familie prägt den beruflichen Werdegang bei 35 Prozent der europäischen Studierenden. Gerade in der Schweiz wird den Freunden eine überdurchschnittlich wichtige Rolle beigemessen (45 Prozent).

Die Beeinflussung durch Medien ist hingegen im Allgemeinen mit 29 Prozent eher gering. Wenn Studierende überhaupt Medien für ihre Karriereplanung nutzen, greifen drei Viertel besonders häufig auf das Internet zurück. Auch Unternehmenswebsites sind bei mehr als zwei Drittel der Befragten beliebt. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing spielen dagegen eine untergeordnete Rolle: Nur 21 Prozent nutzen dieses Medium, um ihre Karriere zu planen.

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Quelle: FAZ.net

 
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Veröffentlicht: 23.01.2013, 06:00 Uhr

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