http://www.faz.net/-gyl-83bg1

Weiterbildung : Gut fürs Image

  • Aktualisiert am

Wer sich weiterbildet, kann in vielerlei Hinsicht punkten. Bild: dpa

Arbeitnehmer, die sich weiterbilden, erhöhen ihre Aufstiegschancen. Doch auch die Arbeitgeber profitieren, wenn sie Weiterbildungen fördern. Denn das bindet Mitarbeiter.

          Ob Aufstiegsqualifizierung oder IHK-Zertifikatslehrgang: Wer sich beruflich weiterbildet und dabei Eigeninitiative zeigt, ist bei Chefs gerne gesehen. Dies geht aus der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2015“ hervor, die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 300 Personalentscheidern in deutschen Unternehmen durchgeführt wurde. Die Befragung, seit 2009 zum siebten Mal in Folge, macht dabei deutlich: Eigenverantwortliches Weiterbildungsengagement wirkt sich positiv auf die Faktoren Arbeitsplatzsicherheit, Karrierechancen sowie das Einstellungsverhalten aus. Weiterbildungsengagierte, die sich 2015 neue Karrierechancen eröffnen möchten oder einen beruflichen Aufstieg anstreben, haben gute Chancen.

          Dies zeigt die aktuelle TNS Infratest-Studie zu den Weiterbildungstrends in Deutschland. „Nicht nur im Joballtag, sondern auch speziell bei der Weiterbildung schätzen Personaler das Engagement von bestehenden und potenziellen Mitarbeitern“, so Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der SGD. „Wer sich also beruflich neu orientieren möchte und einen Jobwechsel anstrebt oder den nächsten Karriereschritt im Auge hat, sollte auf Weiterbildung setzen.“ So halten in der aktuellen Umfrage 84 Prozent der befragten Personalverantwortlichen die Weiterbildungsbereitschaft für die Eröffnung neuer Karrierechancen für wichtig bis äußert wichtig (2014: 87 Prozent); bei der Einstellung neuer Mitarbeiter sind es 77 Prozent (2014: 77 Prozent) und bei der Arbeitsplatzsicherheit sind es 81 Prozent der Personaler (2014: 85 Prozent).

          Mitarbeiter, die Eigeninitiative in der Weiterbildung zeigen, eröffnen sich damit neue Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. „Geht es um den individuellen Karriereweg eines Mitarbeiters, fließt für Personaler stets auch das Weiterbildungsengagement und der eigenverantwortliche Wissenserwerb in die gesamtheitliche Beurteilung“, so Vochazer. Dies zeigen auch die Studienergebnisse seit der ersten TNS Infratest-Studie: 2009 hielten 79 Prozent der Befragten die Weiterbildungsinitiative für wichtig bis äußerst wichtig für die Eröffnung von Karrierechancen, 2015 sind es 84 Prozent der Befragten. Bemerkenswert ist auch, dass sich die Werte über die sieben Befragungszeitpunkte hinweg durchweg auf einem hohen Niveau bewegen.

          Eigeninitiative fördert Arbeitsplatzsicherheit

          Besonders in mittleren Unternehmen (10 bis 499 Mitarbeiter) ist die Weiterbildungsbereitschaft ein wichtiger Faktor bei der Einstellung neuer Mitarbeiter. Während 2009 79 Prozent der befragten Personaler die Weiterbildungsbereitschaft als wichtig bis äußerst wichtig im Hinblick auf Neueinstellungen ansahen, sind es aktuell 91 Prozent. Dies ist ein Anstieg von 12 Prozentpunkten seit 2009. Brigitta Vochazer: „Engagierte Mitarbeiter, die sich aus eigenem Antrieb weiterbilden und ihr Wissen in den Unternehmensalltag einbringen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und damit auch zum Unternehmenserfolg.“

          Neben der Eröffnung von Karrierechancen und der Einstellung neuer Mitarbeiter ist für 81 Prozent der Personaler auch die Arbeitsplatzsicherheit ein wichtiger Faktor. „Geht es um den Erhalt eines Arbeitsplatzes, schauen Personaler durchaus auch auf das Weiterbildungsengagement eines Mitarbeiters. Schließlich liefert diese Einstellung einen Anhaltspunkt darüber, wie motiviert der Mitarbeiter ist und wie er sich mit seiner Aufgabe identifiziert. Dabei wird die Weiterbildungsbereitschaft unabhängig von der aktuellen Wirtschaftslage geschätzt“, so Vochazr.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Streit um UN-Migrationspakt : Wie man erst recht im Bockshorn landet

          Jens Spahn will auf dem Hamburger CDU-Parteitag über den UN-Migrationspakt abstimmen. Auch wenn manche das als seinen letzten Strohhalm im Rennen um den Parteivorsitz deuten – der Grundkonflikt ist nicht neu. Er wurde nur lange nicht ausgetragen. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.