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Ineffiziente Konferenzen : Warum viele Meetings im Sande verlaufen

  • Aktualisiert am

Am Konferenztisch Zeit verschwendet? Viele Führungskräfte haben oft diesen Eindruck. Bild: dpa

Kennen Sie das Gefühl? Sie haben stundenlang getagt und am Ende ist so gut wie nichts dabei herausgekommen. Diese Studie hat untersucht, wie oft das vorkommt und woran es liegt.

          Wer nach einem langen Arbeitstag mit dem Gefühl nach Hause geht,  irgendwie gar nichts geschafft zu haben, der hat oft die meiste Zeit in Meetings und Besprechungen verbracht. Kein Wunder: Gut die Hälfte aller Meetings im Arbeitsalltag werden am Ende ergebnislos vertagt.

          Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag der Unternehmensberatung Kampmann, Berg und Partner, deren Ergebnisse FAZ.NET vorab vorliegen. Beteiligt haben sich mehr als 250 Führungskräfte vor allem aus großen Unternehmen aus der Finanz- und Dienstleistungsbranche; es machten Chefs aus den verschiedensten Führungsebenen mit -  bis hin zu den Vorstandsvorsitzenden.

          Führungskräfte verbringen demnach ein Drittel ihrer Arbeitszeit in Meetings. Am häufigsten, in 47 Prozent der Fälle, gilt die schlechte Vorbereitung als Grund für das Scheitern. In 42 Prozent ist es die zu große Teilnehmerzahl. 40 Prozent der Befragten klagen darüber, dass die falschen Teilnehmer am Tisch waren.

          Oft müssen gleich mehrere Gremien zustimmen

          Und es sind nicht nur Konferenzen und Besprechungen, die Zeit und Nerven rauben. In drei Vierteln der befragten Unternehmen müssen mehrere Gremien zustimmen, bevor ein Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Manager beklagen, die betreffenden Gremien seien auch noch falsch besetzt. Jeder dritte gab in der Studie an, in seinem Unternehmen seien Personen mit Entscheidungen betraut, deren Auswirkungen sie gar nicht berührten.

          Die Unternehmensberater haben auch untersucht, ob Meetings dort effizienter sind, wo die Unternehmen auch insgesamt effizienter arbeiten. Und in der Tat berichten Betriebe, die etwa ihre Ziele besser erreichen oder ihre Pläne genauer erfüllen viel seltener über eine schlechte Vorbereitung der Meeting-Teilnehmer. Auch werden dort offenbar öfter in den Konferenzen klare Regeln eingehalten.

          Quelle: nab.

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