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Motiviert und engagiert : Ältere wollen länger arbeiten

  • Aktualisiert am

Weiterarbeiten, um fit zu bleiben - das wollen immer mehr ältere Menschen. Bild: Picture-Alliance

Viele ältere Berufstätige würden gerne schrittweise Arbeitszeit reduzieren und nach dem Renteneintrittsalter noch weiter arbeiten. Das zeigt eine neue Umfrage. Aber machen das die Unternehmen auch möglich?

          Wer dem Rentenalter entgegengeht, will häufig noch lange nicht mit dem Arbeiten aufhören. Viele ältere Berufstätige wünschen sich aber mehr Zeit und Flexibilität auf der Zielgeraden ihres Erwerbslebens, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

          Rund jeder zweite Arbeitnehmer ab 55 Jahren würde sich demnach über einen flexiblen Übergang in den Ruhestand freuen. Hierzulande bietet aber nur jeder dritte Arbeitgeber flexible Modelle an, in denen Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit schrittweise reduzieren können und dafür auch nach dem Renteneintrittsalter weiterarbeiten können.

          Zwei von drei Befragten begründen ihren Wunsch nach einer längeren Arbeitszeit insbesondere mit dem Bedürfnis nach Teilhabe und dem Bestreben, geistig wie körperlich aktiv zu bleiben. Für die Umfrage im Auftrag des Versicherungskonzerns Aegon wurden in Deutschland rund 1000 Personen befragt.

          Erwerbstätigenquote der Älteren gestiegen

          Dass Ältere großes Interesse an der Berufstätigkeit haben, zeigen Statistiken. So hat sich die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen zwischen 2000 und 2014 von 37 Prozent auf 66 Prozent nahezu verdoppelt, wie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) erst kürzlich unter Berufung auf Eurostat-Zahlen berichtete. Bei den 60- bis 64-Jährigen ist sie sogar mehr als das anderthalbfache auf zuletzt 53 Prozent gestiegen.

          Die älteren Arbeitskräfte sind auch keineswegs träge und unmotiviert - ganz im Gegenteil, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens EY: 40 Prozent der Beschäftigten, die älter als 61 Jahre sind, bezeichnen sich selbst als „hoch motiviert“. In der Generation der unter 20-Jährigen sagt das nur jeder Vierte von sich.

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