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Serie „Die Karriere googeln“ : Was die Deutschen zum Umgang mit Kollegen wissen wollen

Der richtige Umgang unter Kollegen: Bisweilen gar nicht so leicht. Bild: Picture-Alliance

Was ist eine fristlose Kündigung? Wie feiere ich Abschied von den Kollegen? Die Deutschen googeln viele Fragen zur Karriere. Wir beantworten die wichtigsten in einer Serie.

          Lieber Google fragen als den Karriereberater? Das denken sich viele Deutsche. Auf FAZ.NET berichten wir in einer Serie fünf Tage lang darüber, welches die am meisten gestellten Karrierefragen auf Google sind - und beantworten sie. Los ging's mit mit dem Thema Studium. Folge 2 befasste sich mit dem Thema Gehalt. In Folge 3 haben wir Fragen zum Thema Bewerbung beantwortet und in Folge 4 ging's um die Kündigung. Hier kommt die letzte Folge. Hier geht es um die lieben Kollegen.

          Bild: F.A.Z.

          Was reimt sich auf Kollegen?

          Hier staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich: Warum landet eine solche Frage so weit vorne? Liegt es vielleicht daran, dass sich viele Menschen keinen Reim auf ihre Kollegen machen können? Oder sind sie auf der Suche nach Hilfe beim ungelenken Versuch, kurz vor dem Sektumtrunk noch schnell ein Geburtstagsgedicht zu verfassen? Nach dem Motto: „Er ist der beste Kollege, drum bleibe er immer unser . . .“

          Sei’s drum, im ehrlichen Bemühen um eine seriöse Antwort auch auf diese bohrende Frage machen wir den Kunstgriff und kommen wieder auf das Internet zurück. Das kennt nämlich eine ganze Menge von Seiten, die den passenden Reim von allein suchen. Der besteht ja bekanntermaßen aus einer Verbindung von ähnlich klingenden Wörtern. Unter Schülern der Primarstufe sind zum Beispiel die sogenannten „Alle-außer-Reime“ sehr beliebt: „Alle rennen aus dem brennenden Haus – nur der Klaus, der guckt raus.“ Etwas erwachsener betrachtet, ist der Reim schlichtweg das Herzstück der Lyrik. Wer sich etwa im Rahmen des Studiums eingehender mit der Materie beschäftigt, stößt auf die unterschiedlichsten Formen des Reims: Kreuzreim, Stabreim, Augenreim, Zwillingsreim, Haufenreim und so weiter, und so weiter. Heinz Erhard etwa war ein Meister der Reimkunst. Kostprobe: „Die Arbeit ist oft unbequem, die Faulheit ist es nicht – trotzdem: der kleinste Ehrgeiz, hat man ihn, ist stets der Faulheit vorzuziehn!“

          Doch zurück zu den Reim-Suchmaschinen: Gibt man auf einer zufällig ausgewählten Seite das Wort „Kollegen“ ein, spuckt einem die Software stolze 1200 Ergebnisse aus. Wie peinlich, dass einem selbst kein einziges davon eingefallen war. Doch die Ernüchterung folgt auf dem Fuße: „vorleben“, „jedweden“, „totreden“, „Atemwegen“ und „Handdegen“ sind nur fünf skurrile Funde. Toll, lieber Algorithmus! Wörter, die einfach auf „-en“ enden, wären uns auch noch selbst eingefallen, davon soll es in der deutschen Sprache ja einige geben. Als echter Reim geht das aber alles nicht durch. Bleibt der Kollege also tatsächlich reimlos? Nein, dass muss nicht sein. Denn es gibt ihn tatsächlich, den wohlklingenden Gegenpart vom Kollegen: nämlich den Frollegen. Er ist Freund und Kollege in einem – jenes Hybridwesen also, mit dem man tagsüber das Büro teilt, auf Facebook befreundet ist und am Wochenende Aktivitäten plant. Forscher an der amerikanischen Stanford-Universität haben herausgefunden, dass Kollegen, die sich mögen und bei der Arbeit gegenseitig unterstützen, viel produktiver sind. Also, reim dich, oder ich fress dich: „Er ist der beste Kollege, drum bleibe er immer unser Frollege.“

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