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Neue Daten : Behindertenquote knapp verfehlt

  • Aktualisiert am

Mitarbeiter mit Behinderung: Für sie gibt es eigentlich eine Quote. Bild: dpa

Eigentlich müssen Arbeitgeber in Deutschland 5 Prozent Menschen mit Behinderung einstellen. Doch viele zahlen lieber eine Abgabe. Dazu gibt es jetzt neue Zahlen.

          Die Arbeitgeber in Deutschland haben die gesetzliche Quote von 5 Prozent für die Beschäftigung von behinderten Menschen zuletzt knapp unterschritten. Nach aktuellen Daten zählten Behörden und Unternehmen im Jahr 2015 mehr als eine Million Mitarbeiter mit Behinderungen in ihren Belegschaften. Daraus ergibt sich ein Anteil von 4,7 Prozent, wie das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) errechnet hat.

          Je größer ein Unternehmen sei, desto eher beschäftige es behindertes Personal. Auch nach Branchen gab es erhebliche Unterschiede. Die höchsten Quoten erreichten die öffentliche Verwaltung (7 Prozent), der Bergbau (6,5) sowie der Fahrzeugbau (6). Die niedrigsten Werte ergaben sich in der Land-/Forstwirtschaft (2,7), dem Gastgewerbe (2,9) und dem Baugewerbe (3).  Arbeitgeber, die die Quote nicht erfüllen, zahlen eine Abgabe.

          „Luft nach oben“ auch bei der Ausbildung

          Auch bei der Ausbildung gibt es aus Sicht der IW-Wissenschaftler „noch Luft nach oben“. Zu viele junge Leute mit Handicap absolvierten ihre Ausbildung bisher in geförderten Einrichtungen.

          Dafür gebe es zwei GründeI: Zum einen könne es sein, dass Menschen mit Behinderung aufgrund ihrer individuellen Dispositionen nicht die notwendigen Fähigkeiten für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit im Allgemeinen oder einer spezifischen Tätigkeit in einem bestimmten Beruf haben, schreibt das IW. Im Durchschnitt verfügten Schulabgänger mit Behinderung zudem über schlechtere Noten und Abschlüsse.

          Quelle: svs./F.A.Z.

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