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Gehaltsanalyse : Was der Meistertitel bringt

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Lernen lohnt sich - auch für den Geldbeutel. Bild: dapd

Nicht nur ein Studium zahlt sich hinterher in Sachen Gehalt aus: Bildung bringt auch in nicht-akademischen Berufen ziemlich viel für den eigenen Geldbeutel. Aber dafür muss es nicht zwingend der Meistertitel sein, zeigt diese Gehaltsanalyse.

          Bildung lohnt sich - auch für den eigenen Geldbeutel. Das gilt nicht nur für ein Studium, sondern auch für die Berufstätigen in nicht-akademischen Berufen. Wie groß die Verdienstunterschiede zwischen ausgebildeten und nicht ausgebildeten Kräften sind, zeigt eine neue Analyse des Gehaltsvergleichsportals Gehalt.de: Das Jahresbruttogehalt „Ungelernter“ ohne abgeschlossene Berufsausbildung liegt demnach im Schnitt bei 33.011 Euro. Mit einer Lehre lassen sich hingegen schon durchschnittlich 37.132 Euro verdienen.

          Wer noch mehr in Weiterbildung investiert und einen Meister oder Fachwirt absolviert, kann sein Gehalt - über alle Branchen gerechnet - sogar auf 45.890 Euro steigern. „Meister und Fachwirte haben eine deutlich höhere Chance, Führungspositionen zu bekleiden und durch Personalverantwortung ihr Gehalt signifikant zu steigern“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

          Interessant ist aber: Wer es in eine Führungsposition schafft, ohne einen Meister- oder Fachwirttitel erworben zu haben, kann sich auf ähnliche Gehaltssprünge einstellen: So verdienen Führungskräfte im kaufmännischen Bereich im Schnitt 79.066 Euro Bruttojahresgehalt; Meister oder Fachwirte in kaufmännischen Führungspositionen erhalten demnach 79.656 Euro. Ähnlich nah beieinander liegen die Gehälter für Führungskräfte in in technischen Berufen und im Handwerk: Wer keinen Meister oder Fachwirt hat, aber Personalverantwortung trägt, kommt im dort im Schnitt auf 76.966 Euro im Jahr. Mit Meister- oder Fachwirttitel liegt der Jahresschnitt bei 78.038 Euro brutto.

          Unterschiede in den Gehaltssprüngen je nach Beruf

          Ausgewertet haben die Gehaltsberater für diese Ergebnisse 27.508 Gehälter von Personen ohne Ausbildung, mit abgeschlossener Lehre und von solchen mit einem Meister- beziehungsweise Fachwirt-Titel.

          Je nach Beruf sind die Gehaltsunterschiede übrigens sehr unterschiedlich. So erhalten zum Beispiel Köche ohne Ausbildung als Hilfskräfte im Durchschnitt ein Gehalt von 23.062 Euro. Nach ihrer Lehre steigt das Einkommen auf durchschnittlich 28.809 Euro an. Köche mit Meistertitel liegen bei einem Jahresgehalt von 31.140 Euro.

          Deutlich stärker sind die Gehaltssprünge im Handwerk. Hilfskräfte in der Schlosserei verdienen etwa ohne Lehre 27.770 Euro jährlich, während ausgebildete Schlosser 36.989 Euro erhalten. Ein Meister verdient sogar 39.898 Euro durchschnittlich.

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