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Stressiger Alltag : Chefs neigen zu Burnout und Depression

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Lasst mich doch einfach in Ruhe: Oft zerren viele Kräfte an den Führungskräften. Das zehrt an den Kräften. Bild: dpa

Deutschlands Chefs haben ein größeres Risiko, psychisch krank zu werden als Otto-Normal-Bürger. Vor allem Burnout und Depression drohen.

          60-Stunden-Wochen, häufige Dienstreisen, ständige Erreichbarkeit auf dem Smartphone - dass Führungskräfte zu Burnout und Depressionen neigen, hört sich plausibel an. Und Deutschlands Chefs haben wirklich im Durchschnitt ein höheres Risiko psychisch krank zu werden als Otto-Normal-Bürger. Das hat jetzt die SRH Hochschule Heidelberg in einer neuen Studie herausgefunden.

          In ganz Deutschland befragten die Autoren dafür 282 Führungskräfte verschiedener Branchen und Hierarchieebenen. Sie gaben an, wie intensiv sie die tägliche Arbeit einschätzen und wie häufig sie gereizt sind oder Anzeichen von Burnout oder Depression bemerken. Das Ergebnis: überdurchschnittlich oft.

          Dass sie in wenig Zeit viel leisten müssen, wird von Mitarbeitern in Führungspositionen als größte Belastung empfunden. Gleichzeitig fühlen sich viele Chefs missverstanden: Ihr hohes Engagement im Job werde nur wenig anerkannt, glauben sie. Sie vermissen zum Beispiel regelmäßiges Feedback zur Arbeitsleistung. All das kann psychisch krank machen.

          „Langfristige, schwerwiegende Gesundheitsfolgen“

          „Auffällig in unserer Stichprobe war die überdurchschnittliche Häufung langfristiger, schwerwiegender Gesundheitsfolgen. Das sind vor allem depressive Symptome und emotionale Erschöpfung“, sagt Andreas Zimber, einer der Studienautoren. Um das zu vermeiden rät er Führungskräften, ihre Freizeit bewusst zu nutzen, um abzuschalten und sich zu erholen. Kurze stressige Phasen ließen sich so gut ausgleichen.

          Aber auch die Unternehmen sollten etwas tun, fordert Zimber. Manager müssten zeitlich und mengenmäßig entlastet und von der Unternehmensspitze sowie von Kollegen auf gleicher Ebene unterstützt werden. Dabei gebe es kein Universalrezept. Jeder Führungskraft müsse individuell geholfen werden.

          Quelle: nab.

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