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Automobilzulieferer Karriere dank Elektronik

25.07.2005 ·  Seit knapp zehn Jahren gibt es den Studiengang, heute wird die Mechatronik in Deutschland an 18 Universitäten und 33 Fachhochschulen unterrichtet. Tendenz steigend. Der Beruf des Mechatronik-Ingenieurs hat Zukunft.

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In der Automobilindustrie ist eine Entwicklung besonders auffällig: Elektrische Funktionen lösen zunehmend die althergebrachten, mechanischen ab. Das fängt bei den Fensterhebern an, setzt sich über Sicherheitssysteme fort und könnte eines Tages das Drive by Wire salonfähig machen, bei dem das Lenkrad nicht mehr physikalisch mit der Lenkstange verbunden ist.

Mit solchen Entwicklungen ist der Mechatronik-Ingenieur betraut. „Es ist ein Beruf mit Zukunft“, sagt Dieter Westerkamp, Geschäftsführer der VDI/VDE-Gesellschaft Meß- und Automatisierungstechnik in Düsseldorf. „Mechatronik ist in, die Industrie sucht diese Ingenieure.“

„Treiber für die Weiterentwicklung“

Den Studiengang gibt es erst seit knapp zehn Jahren. Heute wird die Mechatronik in Deutschland an 18 Universitäten und 33 Fachhochschulen unterrichtet. Tendenz steigend. „An einigen Universitäten belegt schon jeder zehnte Ingenieurstudent die Fachrichtung Mechatronik“, sagt Westerkamp. Und die Zahl der Absolventen nimmt entsprechend stetig zu.

Im täglichen Berufsleben kommen auf den Mechatronik-Ingenieur nach Darstellung des VDI eine Reihe von Aufgaben zu: Entwicklung, Konstruktion, Projektierung, Fertigung, Erprobung, Inbetriebnahme, Wartung und der Betrieb technischer Systeme. Die Aufgaben sind unabhängig davon, ob es sich um Mikrosysteme oder um Systeme in der Fahrzeugtechnik bei der Bahn oder in der Medizintechnik handelt. „Aber die Autoindustrie ist ganz eindeutig der Treiber für die Weiterentwicklung“, sagt Westerkamp.

Innovatives Systemdenken

Der Mechatronik-Ingenieur arbeitet an den Schnittstellen von Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik und Informatik; also dort, wo es früher stets Reibungen zwischen den klassischen Fachabteilungen gegeben hat. Der VDI sieht ihn als Vermittler zwischen den bestehenden Fachgebieten in den Unternehmen. Deshalb sollte er in der Lage sein, die Leistungsfähigkeit der Spezialteams durch sein übergreifendes Wissen zu erweitern.

Die hohe Vernetzung der Fachgebiete Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik und Informatik erfordere Fachleute mit einem innovativen Systemdenken und einem fundierten Wissen in allen drei Disziplinen gleichermaßen. Auf der Facharbeiterseite findet der Mechatronik-Ingenieur sein Pendant im Mechatroniker. Viele große Werkstätten beschäftigen mittlerweile neben den herkömmlichen Mechanikern den Mechatroniker. Auch das ist ein Beruf mit Zukunft.

Quelle: hpe. / F.A.Z., 23.07.2005, Nr. 169
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