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Ausbildung Schlechte Übergänge von der Schule zum Beruf

 ·  Rund 300.000 Jugendliche befinden sich derzeit in der Warteschleife zwischen Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt. Das kostet viel Geld. Experten schätzen: fast vier Milliarden Euro.

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Etwa vier Milliarden Euro Kosten entstehen jedes Jahr durch schlechte Übergänge von Jugendlichen aus der Schule in den Beruf. Das berichteten die Konrad-Adenauer-Stiftung und der Initiativkreis Ruhr auf einer Bildungskonferenz in Bochum. Das Motto des Kongresses lautete „Aus Schulabbrechern werden Facharbeiter“.

Bundesweit befänden sich aktuell 300.000 Jugendliche in der Warteschleife zwischen Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt, hieß es weiter. Gleichzeitig blieben 33.000 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Potenzielle Schulabbrecher brauchen aus Expertensicht mehr Hilfen schon in jungen Jahren. Sie sollten so früh wie möglich von persönlichen Betreuern aufs Arbeitsleben vorbereitet werden, sagte Stefan Sell, Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Fachhochschule Koblenz. „Wir wissen von den Pädagogen, dass sie die Schüler im Alter von 12, 13 oder 14 Jahren oft nicht mehr erreichen.“ In dieser Phase sei einer der Erfolgsfaktoren, die Schüler nah an die Betriebe und damit die Praxis zu bringen. „Und sie müssen persönlich begleitet werden.“

Auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) forderte, jungen Menschen auf dem Weg von der Schule in den Beruf mehr Unterstützung zu geben. Bodo Hombach vom Initiativkreis Ruhr forderte eine schnellere Anpassung der Lehrpläne im dualen Ausbildungssystem. „Da sind wir oft nicht mehr zeitgemäß. Im digitalen Zeitalter angehende Fotografen im Fach Chemie zu schulen, obwohl heute kein Film mehr mit Chemikalien entwickelt wird, passt einfach nicht mehr“, sagte Hombach.

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13.11.2012, 11:50 Uhr

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