30.03.2007 · Das Gesundheitswesen gilt als Zukunftsmarkt - doch auch schon jetzt ist die Nachfrage nach qualifiziertem Personal hoch. Krankenschwestern und Masseure sind gefragt. Rasant ist die Entwicklung am Bau.
Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hat auch im März das Angebot der offenen Stellen weiter steigen lassen. Der Bundesagentur für Arbeit (BA) lagen rund 640.000 Offerten vor, das waren 133.000 mehr als vor einem Jahr. Davon kamen 440.000 aus der freien Wirtschaft, der Rest entstammt staatlich geförderter Arbeitsmarktpolitik. Der BA-Stellenindex lag bei 196 Punkten und hat sich damit seit seiner Einführung 2005 nahezu verdoppelt, wie Behördenchef Frank-Jürgen Weise betonte.
Der Bau bietet wieder Chancen
Am stärksten ist die Nachfrage weiterhin nach Werbe- und Dienstleistungskaufleuten; die Zahl der Stellen wuchs um 1000 auf 30.000. Um 5 Prozent legten auch die Angebote für Verkäufer und Warenkaufleute zu. Rasant ist die Entwicklung in der Baubranche, die sich nach zehn schwierigen Jahren wieder im Aufschwung befindet. Die Nachfrage liegt mittlerweile um 61 Prozent über dem Vorjahr. Gesucht werden vor allem verschiedene Typen von Handwerken, aber auch unter den 13 000 Stellen für Ingenieure finden sich Anfragen aus dem Bau.
Saisonal bedingt melden auch die Landwirtschaft sowie die Gastronomie erhöhten Personalbedarf an. Und die gute Situation im Bereich Transport und Logistik schlägt sich in 17.000 Angeboten für Kraftfahrer nieder. Neu in der Rangliste der zehn gefragtesten Berufsgruppen sind die Tätigkeiten im Gesundheitswesen: 13.000 Krankenschwestern, Masseure und Sprechstundenhilfen werden gesucht. Fast ein Viertel aller angebotenen Arbeitsplätze sind über Zeitarbeitsunternehmen zu besetzen.