Home
http://www.faz.net/-gyl-76hpq
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Smartphone und Co. Ständige Erreichbarkeit stresst Manager

Nur zwei Prozent aller Führungskräfte sind nach Feierabend nicht für Kollegen und Geschäftspartner zu erreichen. Die Vermischung von Beruf und Privatleben hat unangenehme Folgen.

© dpa Erfahrene Nutzerin: Bundeskanzlerin Angela Merkel macht trotz häufiger Erreichbarkeit noch einen relativ entspannten Eindruck

Nach Feierabend schaltet auch der Chef mal ab - von wegen! Nur zwei Prozent der Führungskräfte sind in ihrer Freizeit konsequent nicht erreichbar. Smartphones und Co. sind aus dem beruflichen wie privaten Alltag nicht mehr wegzudenken. Durch die ständige Erreichbarkeit sind jedoch 86 Prozent der Führungskräfte in Deutschland zumindest zeitweise höherem Stress ausgesetzt, mehr als jeder Dritte spürt diese Mehrbelastung sogar häufig oder jederzeit.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Mercer zusammen mit der Technischen Universität München. Dafür wurden mehr als 150 Führungskräfte in Deutschland befragt.

Ein Handy für alle Lebenslagen

Für einen großen Teil der Befragten stellt das Smartphone eine mobile Verbindung zum Arbeitsplatz dar. 70 Prozent gaben an, dass sie ein und dasselbe Gerät sowohl im Geschäft, als auch für private Zwecke nutzen. Mercer geht davon aus, dass diese Vermischung von Arbeitszeit und Freizeit zu erhöhtem Stress führt und die Regenerationszeit verkürzt. Dies könne sich langfristig negativ auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Führungskräfte auswirken.

Lösbar seien die Probleme wie Burnout bei Führungskräften laut Mercer durch Präventionsmaßnahmen des Arbeitgebers – beispielsweise im Rahmen eines integrierten Gesundheitsmanagements. Einige Konzerne wie die Telekom oder Volkswagen haben für die Benutzung technischer Geräte in der Freizeit schon verbindliche Regeln zum Schutz der Beschäftigten aufgestellt.

Mehr zum Thema

Quelle: Faz.net

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Krank im Beruf Wer krank wird, ist ein Verlierer

In der deutschen Arbeitswelt dominiert die Arroganz der Gesunden, warnt der Arbeitsmediziner Andreas Weber. Gesundheit wird zum Leistungsmerkmal, Kranke sind angeblich selbst schuld. Ein Vorurteil? Oder ist da doch was dran? Mehr Von Ursula Kals

22.06.2015, 06:00 Uhr | Beruf-Chance
Japans Workaholics Trinken gegen den Burnout

In Japan sind die Gruppen betrunkener Angestellter längst zur Zielscheibe des Spotts geworden: Mit spätabendlichen Trinkritualen versuchen sie, den Stress am Arbeitsplatz zu kompensieren. Doch standen ihre 20-Stunden-Schichten einst für den Aufschwung der japanischen Wirtschaft, sind sie heute mehr ein Kampf ums Überleben. Mehr

08.02.2015, 13:01 Uhr | Gesellschaft
Neue Studie Viele Eltern nehmen Kinderstress kaum wahr

Eltern wollen das Beste für den Nachwuchs – und sorgen damit aber oft vor allem für Stress. Nicht nur Schuldruck macht Kindern und Jugendlichen Probleme, zeigt eine neue Studie. Mehr

25.06.2015, 13:53 Uhr | Feuilleton
Londoner Projekt für Schüler Computer bauen? Kann doch jedes Kind

In einer hochtechnisierten Welt, in der auch Kinder Smartphone, Tablet und Co. wie selbstverständlich nutzen, kommt das Verstehen über die Funktionsweise solcher Geräte oft zu kurz. In einem Londoner Projekt lernen schon Grundschüler, einen Computer selbst zusammenzubauen und zum Laufen zu bringen. Mehr

24.02.2015, 16:11 Uhr | Gesellschaft
Umfrage Jeder Vierte hört Musik auf dem Rad

Jeder zweite Deutsche unter 25 hört laut einer Umfrage zumindest gelegentlich Musik beim Radfahren, im Bundesschnitt jeder vierte. Anders als oft angenommen ist die Rechtslage aber nicht eindeutig. Mehr

27.06.2015, 15:39 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.02.2013, 06:00 Uhr