http://www.faz.net/-gyl-76hpq
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 14.02.2013, 06:00 Uhr

Smartphone und Co. Ständige Erreichbarkeit stresst Manager

Nur zwei Prozent aller Führungskräfte sind nach Feierabend nicht für Kollegen und Geschäftspartner zu erreichen. Die Vermischung von Beruf und Privatleben hat unangenehme Folgen.

von Fabienne Kinzelmann
© dpa Erfahrene Nutzerin: Bundeskanzlerin Angela Merkel macht trotz häufiger Erreichbarkeit noch einen relativ entspannten Eindruck

Nach Feierabend schaltet auch der Chef mal ab - von wegen! Nur zwei Prozent der Führungskräfte sind in ihrer Freizeit konsequent nicht erreichbar. Smartphones und Co. sind aus dem beruflichen wie privaten Alltag nicht mehr wegzudenken. Durch die ständige Erreichbarkeit sind jedoch 86 Prozent der Führungskräfte in Deutschland zumindest zeitweise höherem Stress ausgesetzt, mehr als jeder Dritte spürt diese Mehrbelastung sogar häufig oder jederzeit.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Mercer zusammen mit der Technischen Universität München. Dafür wurden mehr als 150 Führungskräfte in Deutschland befragt.

Ein Handy für alle Lebenslagen

Für einen großen Teil der Befragten stellt das Smartphone eine mobile Verbindung zum Arbeitsplatz dar. 70 Prozent gaben an, dass sie ein und dasselbe Gerät sowohl im Geschäft, als auch für private Zwecke nutzen. Mercer geht davon aus, dass diese Vermischung von Arbeitszeit und Freizeit zu erhöhtem Stress führt und die Regenerationszeit verkürzt. Dies könne sich langfristig negativ auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Führungskräfte auswirken.

Lösbar seien die Probleme wie Burnout bei Führungskräften laut Mercer durch Präventionsmaßnahmen des Arbeitgebers – beispielsweise im Rahmen eines integrierten Gesundheitsmanagements. Einige Konzerne wie die Telekom oder Volkswagen haben für die Benutzung technischer Geräte in der Freizeit schon verbindliche Regeln zum Schutz der Beschäftigten aufgestellt.

Mehr zum Thema

Quelle: Faz.net

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Phänomen Pokemon Go! Kinder, geht zum Spielen doch an die frische Luft!

Was ist das nun schon wieder für ein Hype? Nintendos Pokemon Go macht die Welt zum Ort für virtuelle Schnitzeljagden. Der Selbstversuch zeigt: Das hat nur positive Effekte. Mehr Von Andrea Diener

15.07.2016, 16:12 Uhr | Feuilleton
Android-Smartphones im Test Google und die glorreichen Sieben

Android beherrscht den Smartphone-Markt. Das hat auch Vorteile: Noch nie war die Auswahl an attraktiven Geräten so groß wie heute. Wir haben sieben schicke Kandidaten der Google-Welt ausprobiert. Mehr Von Marco Dettweiler und Michael Spehr

07.07.2016, 10:34 Uhr | Technik-Motor
Flexibel sein und sparen Darum lohnt sich ein Dual-Sim-Smartphone

Zwei Sim-Karten und zwei Rufnummern: Das bedeutet jedoch nicht, dass man ständig zwei Telefone herumträgt. In aller Welt gibt es Dual-Sim-Geräte. Mehr Von Michael Spehr

26.07.2016, 16:23 Uhr | Technik-Motor
Video des Herstellers Yamaha Disklavier Enspire

Das Disklavier Enspire lässt sich per Smartphone bedienen und spielt ohne Zutun eines Pianisten. Mehr

13.07.2016, 10:56 Uhr | Technik-Motor
F.A.Z. exklusiv Führungskräfte befürchten Wiederanstieg der Flüchtlingszahlen

62 Prozent der Eliten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Deutschland befürworten eine restriktivere Flüchtlingspolitik. Das geht aus einer exklusiven Umfrage im Auftrag der F.A.Z. hervor. Noch mehr Befragte fürchten einen Anstieg neuer Flüchtlinge. Mehr

19.07.2016, 04:00 Uhr | Wirtschaft

Gründung für Arbeitswelt 4.0 Mit 100 Fragen in die digitale Welt

Viele Unternehmen tun sich mit der Digitalisierung schwer. Das Start-up „Digitisation“ will ihnen die Sache erleichtern. Die Gründer haben sich im Ehrenamt kennengelernt. Mehr Von Christine Scharrenbroch 1 11