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Personaldienstleistung an Schulen Lehrer auf Zeit - oder für immer

 ·  Als Leihlehrer den Quereinstieg schaffen: In Hessen ist es den Schulen erlaubt, in Notfällen Vertretungslehrer von Personaldienstleistern einzusetzen. Alle anderen Bundesländer lehnen dies bislang ab.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (9)
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Gerhard Kohlhepp

Hoch motivierte Quereinsteiger

Lassen Sie sich doch mal bei Ihrem nächsten Zahnarztbesuch mal von einem hoch motivierten Quereinsteiger ohne fachspezifisches Studium behandeln. Das ist genauso sinnvoll, wie ein Lehrer (oder Klempner, Baggerfahrer, Pilot, ...) ohne qualifizierte Ausbildung.

Tatsächlich geht es bei dieser Maßnahme lediglich darum, für wenig Geld (Stundenlohn ca. 12 €) Unterrichtsausfälle so zu kaschieren, dass der Wähler es möglichst nicht merkt.

„Die Alternative wäre, den Unterricht ausfallen zu lassen.“ Nein, die Alternative wäre, genügend Lehrer auszubilden und vernünftig zu bezahlen.

Gute qualifizierte Mitarbeiter kosten gutes Geld.

 

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 22.01.2012 13:13 Uhr

Lehrer auf Zeit - wo ist das Problem?

Fachhochschulen und Unis beschäftigen auch reihenweise Leute aus der Wirtschaft mit sehr viel Erfahrung, auch ganz ohne pädagogische Ausbildung. Sie arbeiten für ein angemessenes Stundensalär ein oder zweimal pro Woche als Lehrbeauftrage auf gleicher Augenhöhe mit fest angestellten Professoren. Gerade diese Leute die aus der freien Wirtschaft kommen und im Vorruhestand oder in der Rente noch eine sinnvolle Tätigkeit suchen, sind nicht die Schlechtesten. Sie haben ein enormes Fachwissen und zumeist auch Erfahrung mit Menschen und deren Ausbildung weil sie sehr oft ein Team geleitet haben und auch über Jahre hinweg Nachwuchs ausgebildet haben. Warum soll das also nicht auch in Schulen funktionieren. Pädagogische Fähigkeiten kann man nicht von Grund auf lernen. Man kann sie nur durch eine Ausbildung verbessern und verfeinern. Wir haben sehr viele Leerer in unserem Lande die den Lehrerberuf wegen der sozialen Absicherung gewählt haben. Das sind die Leerer die auch leere Schüler entlassen.

 

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Gerold Keefer

Doppelter Reparaturbetrieb: Nachweis, dass zwei Behörden nicht funktionieren!

Der Artikel weist nach, dass zwei für unsere Gesellschaft zentrale Behörden nicht funktionieren: Erstens gibt es umfangreiche Einrichtungen für die Lehrerausbildung. Diese Einrichtungen schaffen es offenbar weder quantitativ nocht qualitativ für den notwendigen Nachwus zu sorgen. Zweitens ist es Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit derlei Förderaktionen durchzuführen und nicht einer öffentlich getragenen Servce GmbH an der Uni Frankfurt.

Ich vermute mal, dass sich auch in den hessischen Behörden der übliche Parteienfilz etabliert hat, der dann beispielsweise Rektorenstelle nach Parteizugehörigkeit besetzt.

"Pädagogisches Know-how" darf übrigens nicht bei jedem ausgebildeten Lehrer erwartet werden.

 

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.01.2012 13:13 Uhr
Karin Fuest

Missstand

Korrekt, irgendetwas funktioniert nicht richtig und das schon seit Jahrzehnten. Es ist an der Zeit, das System zu stoppen und über eine sinnvolle Bildungsreform nachzudenken. Die jetzige Generation hat kaum noch Chancen auf dem weltweiten Berufsmarkt. Wir katapultieren uns gerade selbst ins Aus. Meiner Erfahrung nach gibt es solche und solche Lehrer, doch immer von den wirklich Guten viel zu wenige, ob mit oder ohne pädagogisches Know-How (was ist das überhaupt?).

 

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harald schneider

Nur in Hessen?

ich habe erst kürzlich von scheinselbständig arbeitenden Berliner Musiklehrern gehört, die freiberuflich so schlecht bezahlt wurden, dass der Senat bereit ist die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu leisten. Zu einer Festanstellung war der Senat jedoch nicht bereit.

 

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Karin Fuest

Lehrer auf Zeit

Seit 1999 bin ich im Bereich Nachhilfeunterricht tätig, erst in Oberhausen, nun in Krefeld, doch in beiden Städten habe ich die Erfahrung gemacht, dass Lehrer, trotz ihrer pädagogischen Ausbildung, nicht immer geeignet sind, den erforderlichen Schulstoff zu vermitteln. Die meisten Lehrer langweilen ihre Schüler, indem sie Buchwissen vermitteln. Damit Schülern das Lernen Freude bereitet, muss der Stoff in eine annehmbare Form gebracht werden. Doch darüber zerbrechen sich Lehrer im Allgemeinen nicht den Kopf. Mir persönlich wären Lehrer auf Zeit ohne pädagogischen Hintergrund, die inspirieren und motivieren, lieber als das bisherige Angebot. Lebendiges Lernen würde ich mir wünschen, realitätsbezogen und aktuell. Ich vermisse ein Engagement mit Herzblut. Schließlich haben Lehrer einen großen Einfluss auf unsere Jugend. Wo kommt denn die Null-Bock-Generation her, die Gewaltverherrlichung und die Abneigung sich weiter zu bilden? Was lernen unsere Kinder denn wirklich in der Schule?

 

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.01.2012 13:03 Uhr
Karin Fuest

Ganz gewiss mein Ernst :-)

Lieber Herr Geissler, Bildung kommt nicht vom Lehrpersonal, sondern ist die Bereitschaft des Schülers zum Lernen. Die aktuellen Lehrer tragen dazu bei, dass die Anzahl der gelangweilten Schüler ständig steigt und eine Vielzahl der aus bildungsfernen Familien stammenden Schüler überhaupt keinen Anreiz verspüren, sich Lehrmaterial überhaupt nur anzuschauen. Insofern kann ich nicht erkennen, dass das von Ihnen hochgelobte pädagogische Know-How greifen würde. Selbstverständlich können Menschen ohne pädagogischen Hintergrund gute Lehrer sein! Unprofessionelle Arbeit ist für mich das, was derzeit an deutschen Schulen stattfindet. Eine hohe Aggressionsbereitschaft und Unlust macht sich breit. Die Schüler verstehen nicht, wozu sie das alles Auswendiglernen sollen, sehen keine Zukunft, keine Berufsmöglichkeiten. Jetzt sollen auch noch Lehrer mit Migrationshintergrund eingestellt werden, obwohl wir sowieso schon Sprachprobleme verifizieren können. Das hilft alles nicht weiter.

 

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Armin Geißler
Armin Geißler (navras) - 21.01.2012 18:41 Uhr

nicht ihr ernst...?

sie wollen also die qualität der schulbildung verbessern, indem sie... äh... "lehrer" ohne pädagogisches knowhow für schüler stellen? fachwissen und erfahrung sind natürlich wichtig, aber ohne pädagogischen hintergrund können sie einfach keine gute lehre machen.

natürlich ist uns allen lebendiges und realitätsbezogenes lernen das liebste - aber das können sie eben nicht mit "unprofessioneller" arbeit garantieren.

 

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Armin Geißler
Armin Geißler (navras) - 21.01.2012 12:15 Uhr

eigentlich lobenswert

ich finde es wichtig, dass lehrer erfahrungen vermitteln können. menschen, die aus der wirtschaft kommen, sollte daher auf jeden fall der quereinstieg in die lehrbranche ermöglicht werden, davon kann man nur profitieren.

 

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18.01.2012, 10:40 Uhr

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