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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Peinliche Geschäfts-E-Mails „Gern bin ich weiterhin Sabine“

 ·  In Geschäfts-E-Mails weicht die Präzision mehr und mehr dem hektischen Geschreibsel. Peinliche Fehler, schluderige Rechtschreibung, vernachlässigte Grammatik: Das ist grob unhöflich, sagen Fachleute und mahnen zu mehr Sorgfalt.

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Burkhard Bortz

Was soll dabei herauskommen ???

Das Niveau im Umgang sinkt. Das gilt auch für E -Mails. Leider beherrschen die jungen Leute nicht mehr viel. Bruchstückenhafte Sätze und zweifelhalfte Abkürzungen, wie im SMS - Text, liest man auch in den E - Mails. Rechtschreibung ? Fehl am Platze ..... Was will man erwarten von jungen Leuten, die den Eiffelturm nach Rom verschieben, Barcelona in Rumänien ansiedeln und Honecker als US - Schauspieler identifizieren. Und der Spruch .... ich muss mal kurz was posten, ha - wohin denn ? - passt dazu. Und bei einer Bewerbung die E - Mail Anschrift ** süßegeile Maus23****anzuführen ist das Highlight für jeden Personalchef.

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Hermann Rampf

Vielen Dank...

... Ich hätte das gerne für meine Kollegen und Kolleginnen etwas ausführlicher gehabt.
LG, MfG, ASAP, sowie alle anderen Abkürzungen, deren Anwendung meines Wissens meist aus der amerikanischen "Unkultur" stammt, werden von mir seit jeher vermieden, trotz dem ich ein Zweifinger-Schreiber bin, und daher relativ langsam.
In Einem gebe ich ihnen nicht uneigeschränkt Recht. In Emails in Englischer Sprache ist es wichtiger, die Sache rüber zu bringen, als grammatikalisch und rechtschreib-mässig perfekt zu sein. Schliesslich ist jedem Beteiligtem bekannt, was die Muttersprache des Anderen ist.

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Robert Frerichs

30 Jahre Internet...

wurden doch gerade erst "gefeiert". Und E-Mail ist ja sogar noch älter. Das WWW ist erst seit 20 Jahren online und wird von vielen irrtümlich mit dem Internet gleich gesetzt. Und manche GMX-Kunden kennen gar kein E-Mail ohne Web...

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 22.02.2013 17:37 Uhr

Ich persönlich falle als Legastheniker erst beim schreiben auf,

das wird sicher macher schon gemerkt haben. Den Menschen gleich wieder Unhöflichkeit oder was weis ich was zu unterstellen ist aber auch nicht nett. Ich gebe es ja zu man sollte sollte sorgfälltig mit geschriebenem und gesprochenem umgehen. Das Geschriebene wird auch noch sorgfälltig dokumentiert. Glücklicherweise ist die Speicherung unserer Telefonate nicht(?) üblich.
Ich veruche es mit mehr Achtsamkeit.
Danke für den Hinweis.

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Walter Naggl
Walter Naggl (juhui) - 22.02.2013 08:59 Uhr

kleine Bildungslücke bei Ihnen

ASAP heißt "as soon as possible". Könnten Sie wunderbar mit HUND kombinieren.

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Florian Adler

Zahlen, Daten, Fakten

Täglich werden >220 Milliarden E-Mails verschickt, Tendenz > 40% Steigerung p.a.. 70% der Befragten einer Studie erklärten, ohne E-Mail nicht leben zu können, 60% meinten, ihre Arbeit wird durch E-Mail effizienter, 94% beklagen, dass sie pro Tag mind. 1 Std. für das Beantworten + Löschen aufwenden.

Manager verschwenden 3,5 Jahre ihrer Lebenszeit mit irrelevanten E–Mails, 81 % von 417 befragten Führungskräften entfliehen dem hohen Druck der ständigen Erreichbarkeit mit „Kein Empfang“, „Probleme mit dem Mailserver“ oder „Akku leer“, Wissensarbeiter empfangen + senden >300 E–Mails am Tag.

60% der Büroangestellten empfinden die permanenten Unterbrechungen als belastend und fühlen sich erschöpft, weil sie das Gefühl haben, nichts zu Ende gebracht zu haben. Rund 1/3 der Arbeitszeit geht durch Unterbrechungen verloren, nach jeder Unterbrechung werden im Durchschnitt zwei andere Aufgaben erledigt, ca. 8 Min. dauert es, bis man wieder „voll da ist“ - d.h. Produktivitätseinbußen bis zu 28%.

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Augustinus Neumann
Ansgar S (NYSim) - 21.02.2013 16:26 Uhr

What?

(1) Es ist interessant, wie viele Beitraege der Variante "Email Benimm" in Dt. Zeitungen und Zeitschriften existieren. Belegt das nicht, dass Standards eben NICHT etabliert sind?
(2) Email ist flexibel und Kontext-abhaengig. Wieso braucht man eine Anrede und Grussformel fuer jede Email? Viele Emails sind NCHT Briefe. Ich benutze Email seit 1984, und nur wenige Emails haben den Status eines Briefes. Die meisten sind kurze Notizen.
(3) In Kommentaren wird Mangel an Stil mit schlechtem Inhalt und mangelhaft formulierten Ideen geradezu gleichgesetzt. Dem ist nicht so in meiner Erfahrung.
(4) Es sind Arbeitgeber oder Kollegen, die Reaktionen im Supermarkt oder abends auf der Couch erwarten. Wer einen formalen Geschaeftsbrief, wenn auch elektronisch, aus dem Supermarkt erwartet, sollte sich einen andern Psychotherapeuten suchen. Wer keine Antworten aus dem Supermarkt erwartet, sollte in seiner Email sagen, bis wann sich Leute bitte zurueckmelden sollen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 20:19 Uhr
Augustinus Neumann
Ansgar S (NYSim) - 21.02.2013 20:19 Uhr

1984

In der Tat, kein Fipptehler. Damals musste ich das allerdings noch an einem Terminal eines Mainframes machen.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 21.02.2013 19:22 Uhr

Sie benutzen E-Mail seit 1984?!

wusste gar nicht, dass es sie schon so lange gibt!

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Björn Schumacher

Wenn "Sabine" das wüßte!

Ein köstlicher Artikel mit hintergründigem Humor! Vielleicht kann mir jemand verraten, was das Kürzel "ASAP" am Ende einer Mail oder SMS bedeuten soll? Ein guter Freund erzählte mir, wie begeistert er von einer SMS seiner Frau mit dem Hinweis "HUND" gewesen sei. Das sei keine Anspielung auf das gemeinsame Haustier gewesen, sondern habe bedeutet: "Habe unten nichts drunter." Was lernen wir daraus? Schematisierte Kommunikationsformen müssen nicht zwangsläufig in sprachliche Verflachung münden, sondern können auch reizvolle, doppeldeutige Sinnzusammenhänge hervorbringen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 16:51 Uhr
Mike Freeman

ASAP

ASAP = as soon as possible
qq = quick question
thx = Thanks
GTL = go to lunch

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Augustinus Neumann
Ansgar S (NYSim) - 21.02.2013 16:44 Uhr

ASAP

FYI: es bedeutet "as soon as possible".

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Heinrich Ebbers

Kommunikations -Sprachtraining

Nehmen wir das Beispiel: "das Gefühl des 'Zugemülltwerdens'" aus dem Text. Von präzisem Wortgebrauch kann hier wahrlich keine Rede sein. Ist "Zugemülltwerden" ein Gefühl? Daran zweifelt wohl auch die Autorin. Deswegen befleißigt sie sich hier einer verbreiteten Unsitte: sie setzt ihr Wort einfach in Anführungszeichen.
Anführungszeichen werden in der deutschen Schriftsprache zur Kennzeichnung wörtlicher Reden verwendet, von Zitaten und zur Benennung des Begriffs statt der Sache. Und sonst gar nicht.
Hier jedoch will die Autorin, schriftsprachlich inkorrekt, sagen: Ich finde keinen passenderen Ausdruck, sucht euch selber einen! Die Leserinnen und Leser sollen assoziieren, statt lesen und verstehen.
Zudem: "das Gefühl des Zugemülltwerdens" ist fürchterlicher nominalistischer Stil. Wie wäre es stattdessen mit: die Erfahrung, zugemüllt zu werden?

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Mike Freeman

Chat

Ich waere froh muesste ich mich nur mit schludrigen E-Mails rumschlagen. In meiner Firma haben sich die Leute angewoehnt anstelle von E-Mails den Chat zu benutzen. Ist halt noch bequemer als eine E-Mail, wobei man noch den Chatslang beherrschen muss ("Hey, qq"). Teilweise habe ich bis zu 10 Chatfenster die auf meinem Bildschirm blinken.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 21.02.2013 15:10 Uhr

So ein Unsinn!

Selten so einen Stuss gelesen! Woher bekommt diese "Kommunikationsberaterin" eigentlich ihre Mandate? Hätte ich auch gerne! SMS und E-Mail per Blackberry oder Smartphone sind als solche gekennzeichnet und dienen dazu, knapp, bündig und schnörkellos Informationen zu vermitteln. Auch E-mails dienen hierzu. Ich jedenfalls bekomme Pickel, wenn ich anal-retentive Mails wie "Sehr geehrter Herr xxx, im Nachgang zu unserer gestrigen, im Beisein unseres Geschäftsführers Herr Prof. Dr. Dr. hc Willy Wichtig, geführten Besprechung, serlauben wir uns darauf hinzuweisen..." spätestens jetzt drehe ich durch: Herrgottsack, komm endlich zum Punkt!!!

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Birgit Annette Scholz

Flüchtigkeitsfehler auch bei der Zeitung

In den letzten Jahren - seit Beginn der Digitalisierung - fällt mir immer mehr auf, dass sogar in den gedruckten Medien [Zeitungen und Bücher] der schludrige Fehlerteufel Einzug hält. Werden die Texte vor dem Druck nicht mehr aufmerksam redigiert? Auch auf dieser Seite der FAZ entdecke ich oft Texte mit grammatikalischen Fehlern, so als ob der Verfasser keine Zeit mehr hatte, alles noch einmal in Ruhe zu prüfen.
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Ich kann mich erinnern, dass meine Deutschleherin uns in der zweiten Klase [1972 !!] den Tipp gegeben hatte, wenn wir Fragen in Bezug auf Rechtschreibung hätten, dann sollten wir bloß in der Zeitung nachschauen, "da steht alles richtig drin." Dies gilt so nicht mehr.
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Mir liegt es ferne, Fingerpointing zu betreiben, aber etwas mehr Sorfalt und auch Liebe im Umgang mit der Schrift wäre nicht schädlich. "Wer schreibt, der bleibt". Zu empfehlen wäre Wolf Schneiders Buch "Deutsch für [junge] Profis" - bestimmt etwas mühsam in der Umsetzung. Aber lohnenswert!!

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Axel WERNER
Axel WERNER (AWParis) - 21.02.2013 13:04 Uhr

Annahme verweigert

Ich habe ein Gegenmittel ausprobiert und als probat befunden: Nicht reagieren! Geschäftlich und privat verkehre ich in drei Sprachen und kann sagen, dass die SMS-Schlamperei im Französischen noch schlimmer ist als im Deutschen. Wenn die Leute dann nach einer Weile nachfragen, ob ich ihre Nachricht erhalten hätte, bzw. warum ich nicht reagiert hätte, dann sage ich einfach: Erhalten ja, aber nicht verstanden. Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Absender eines anderen besinnen.
Das Ganze funktioniert aber nur, wenn der Empfänger selbst in der Lage ist zu erkennen, was für einen Schrott er da bekommt...

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Johannes Eckstein
Johannes Eckstein (dc-3) - 21.02.2013 12:49 Uhr

Wo ist das Problem?

Unklare, schlampige eMails ignoriere ich oder schicke sie zurück mit der Aufforderung, sich eindeutig zu äußern - damit erledigen sich die meisten ganz von selber.

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David Winter

Wenn 90 % einer Geschäftsbeziehung per Mail stattfinden ...

...rechtfertigt dies eigentlich etwas Sorgfalt und Höflichkeit. Man hustet dem anderen ja beim Businesslunch auch nicht ins Gesicht.

Ich schreibe ausführliche Mails, beziehe mich auf vorherige Korrespondenz, hebe Wichtiges hervor, ergänze Links zu wichtigen Sites usw. Gelegentlich frotzelt dann jemand, dass ich „wohl zu viel Zeit hätte“.

Nein - ich muss wie jeder andere Geld verdienen und bekomme nichts für schöne Briefe.

Aber ich finde es unglaublich unhöflich, wie maulfaul, ungenau und schlampig (in Form wie Inhalt) oft auch große Projekte verhandelt werden. Es ist schon beinahe dummdreist, wenn ich einem Kunden die Arbeit abnehme, indem ich 2-3 Alternativen durchdenke/-rechne, zwischen denen er nur noch entscheiden (!) muss, und als Antwort kommt ein saloppes "So machen wirs! Sent from my iPhone." Lese- und Schreibkompetenz? Null.

Unmissverständliche und vollständige Mails kosten Zeit. Wer die nicht aufwendet, signalisiert damit: „Eigentlich sind Sie mir völlig unwichtig.“

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Guenther Bachteler

Zwei Artikel in der heutigen Online-Ausgabe

Im obigen Artikel steht: "Seine Gesprächspartner hätten sich zu dem Vorfall mit keinem Wort bei ihm zurückgemeldet". Das Verb zurückmelden meint "seine Rückkehr, sein Zurückgekehrtsein melden". Im Artikel jedoch wird es im Sinne von "darauf eingehen" verwendet.
Im Artikel über das gestrige Spiel der Schalker Mannschaft: "Die Schalker waren häufiger am Ball, doch sie drängten jetzt nicht mehr konsequent auf einen Torerfolg verzichteten, sondern verwalteten lieber das für sie günstige Ergebnis".
Nicht nur in Geschäfts-E-Mails weicht die Präision mehr und mehr dem hektischen Geschreibsel.

MfG, G. Bachteler

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Franz-D. Schoch
Franz-D. Schoch (FDGS) - 21.02.2013 11:23 Uhr

Soviel Zeit sollte sein

Es ist meine Angewohnheit, jeden Brief, E-Mail u.s.w. mindestens zweimal zu lesen, bevor ich ihn (sie, es :-)) abschicke. Fast immer finde ich kleine Unsauberkeiten/Fehler, die ich den Empfängern ersparen möchte, wiewohl ich natürlich weiß, daß meinen "Sorgfaltswahn" eher wenige zu würdigen wissen. Das Prinzip, immer sein Bestes zu geben, ist ganz allgemein eine tolle Arbeitsvereinfachung, denke ich. Und wenn man sich an diese persönliche Qualitätsssicherung gewöhnt hat, möchte man gar nicht mehr zurück zum lieblosen, unklaren, mißverständlichen Geschreibsel, das am Ende durch die ggf. erforderlichen Klarstellungen oder fälligen Entschuldigungen mehr Zeit kostet als ein abgesandtes Qualitätsprodukt, welches in der Regel ein richtiger Treffer wird.

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Albrecht L.  Schmidt

Die Presse macht es doch vor:

da werden Verben weggelassen oder der Artikel überhaupt werden in den Überschriften die Texte total verstümmelt! Wie soll das gut gehen? Die FAZ ist da noch eine rühmliche Ausnahme (meistens)! Ein herzliches Dankeschön dafür!

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Regine Busch
Regine Busch (Rebusch) - 21.02.2013 11:04 Uhr

Da wo mit Bildern ist...

antwortete eine 18jährige vor ca. 40 Jahren in einer ZEIT-Untersuchung auf die Frage, was sie am liebsten lese...hat sich "was" geändert?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 13:56 Uhr
Andrea Fink

Visuelles Denken und visuelle Buchgestaltung

'Da wo mit Bildern ist', ist nicht unbedingt verkehrt. Bleiben wir bei der FAZ: Über Jahrzehnte wenige schwarz-weiß Fotografien über die Seiten verteilt, Fotografien, die jedoch oft herausragend waren. Man erinnere sich an Barbara Klemm. Erst im September 2007 modifizierte die FAZ ihr Erscheinungsbild und lud die Leser bereits auf der Titelseite mit einer Farbfotografie zur Lektüre ein. Bilder und Text gehen idealerweise eine Symbiose ein, beziehen sich aufeinander und ergänzen oder widersprechen sich.
Es gibt Bücher ohne Bilder und es gibt Bücher ohne Text. Bei 'Bilderbüchern' für Kinder, Jugendliche und Erwachsene handelt es sich nicht um eine Aneinanderreihung von primitiven Piktogrammen, sondern um hochkomplexe visuelle Erzählmodi. Ich möchte nur auf den Kinderbuchautor David Wiesner verweisen, der exzellente, niveauvolle Bücher gestaltet hat.

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Günther Werlau

Schludrigkeit und Nachlässigkeit ist die eine Sache, die unsäglichen Mail-Threads eine andere

Die Unhöflichkeit/Nachlässigkeit, die sich auch nach meiner Wahrnehmung immer weiter in Emails durchsetzt (fehlende Anrede, fehlender Gruß) ist die eine Sache. Eine in meinen Augen viel nervigere Sache ist die unsägliche Weiterleitungsmanie, die sich mittlerweile breit gemacht hat. Manchmal erreichen mich Emails, die in Summe sieben mal weitergeleitet wurden. Meist ist aus dem an mich gerichteten Teil gar nicht zu erkennen, was überhaupt gewünscht ist. Die sich für mich ableitende Tätigkeit ergibt sich erst nach dem Prüfen des gesamten Mailthreads und unter Berücksichtigung des Kontexts (Funktion im Projekt).

Das kostet unnötig Zeit und ist einfach der Nachlässigkeit des Absenders geschuldet, einen klaren Auftrag an den Empfänger zu formulieren, statt auf "Weiterleiten" zu drücken und ein "Bitte so machen." dazuzusetzen. Die Zeit, die der Absender spart, muss ich drauflegen. Unhöflich und ineffizient.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2013 11:45 Uhr
David Winter

Re: Re: AW: Antwort: Fwd: Re: Wl: LOL

Diese vor allem aus Infomüll bestehenden Monsterthreads sind in der Tat noch schlimmer als Rechtschreibfehler und sonstige Schlampigkeiten. Man bekommt eine unvorstellbare lange Thread-Wurst - oben steht möglicherweise etwas Relevantes; eher aber findet es sich tief vergraben zwischen Dutzenden fünfzehnzeiliger Footer, garniert mit dem 100fach wiederholten Hinweis, dass die Nachricht "nur für den Empfänger" gedacht sei (und bitte nicht ausgedruckt werden soll; am möge doch bitte erst an die Umwelt denken!).

Das ist eine absurde, denkfaule Kultur des Durchreichens, weil die Alternative (= Nachdenken und nur die für den Empfänger wichtigen 5 % weitergeben) den ach so wichtigen Entscheidungsträger vor der Tastatur wertvolle Sekunden seines Entscheidertages kosten könnte. Auf Deutsch: Er lässt mich die Arbeit machen, für die er sich zu fein ist.

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21.02.2013, 06:00 Uhr

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