05.08.2008 · Mit einem realen Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2,3 Prozent dürfte die niederländische Wirtschaft dieses Jahr im Euro-Raum noch gut abschneiden. Das könnte sich aber bald ändern.
Mit einem realen Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,3 Prozent dürfte die niederländische Wirtschaft dieses Jahr im Euro-Raum noch gut abschneiden. Das könnte sich aber bald ändern. Seine ältere Prognose von 1,8 Prozent Wachstum für 2009 hat das Haager Zentrale Planungsbüro CPB jetzt auf 1,3 Prozent zurückgenommen. Grund dafür ist die große Abhängigkeit der exportorientierten Wirtschaft vom Welthandel, der schwächer wird.
Als Konjunkturbremse dürfte sich 2009 zudem der Rückgang der Investitionen erweisen. Nicht zuletzt wegen der Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 20 Prozent dürfte die Inflationsrate 2009 mit 3,5 Prozent um 0,8 Punkte höher liegen als 2008. Die Arbeitslosenrate, mit 4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Jahren, dürfte 2009 kaum steigen.
Belgien bekommt Auswirkungen der politischen Krise zu spüren
In Belgien belastet die politische Krise zunehmend auch das wirtschaftliche Klima. Anders als in den Niederlanden, die vor allem wegen ihrer Erdgasverkäufe 2009 einen Haushaltsüberschuss von 1,8 Prozent des BIP aufweisen dürften, droht Belgien dann ein Minus von 0,9 Prozent. Dabei war es seit 2000 stets gelungen, den Haushalt zumindest im Gleichgewicht zu halten. Die Nationalbank erwartet für 2008 ein Wachstum von 1,6, im kommenden Jahr von 1,5 Prozent des BIP. 2009 soll die Arbeitslosenrate mit 6,8 Prozent noch leicht unter dem diesjährigen Stand liegen, hofft sie.