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Neue Studie Personalabbau trotz guter Geschäftsaussichten

11.03.2010 ·  Jedes dritte Unternehmen in Deutschland wird in diesem Jahr die Anzahl seiner Mitarbeiter reduzieren, obwohl fast die Hälfte der Firmen für 2010 eine positive Geschäftsentwicklung erwartet. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum.

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Jedes dritte Unternehmen in Deutschland wird in diesem Jahr die Anzahl seiner Mitarbeiter reduzieren, obwohl fast die Hälfte der Firmen für 2010 eine positive Geschäftsentwicklung erwartet. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum. Für die Studie wurden 233 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. „Der Beschäftigungsabbau wird sich fortsetzen. In Deutschland wird auch bei einer positiven Geschäftsentwicklung die Beschäftigung deutlich hinterherhinken. Das ist unter anderem eine Folge der Kurzarbeit“, sagt der Gesamtverantwortliche der Studie, Paul Kötter.

Im Branchenvergleich entwickeln sich Beschäftigung und Geschäft unterschiedlich: Im Finanzsektor erwarten mehr als 60 Prozent eine positive Geschäftsentwicklung, während nur gut ein Viertel der Finanzinstitute von einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl ausgeht. In der Dienstleistungsbranche ist die Diskrepanz zwischen Umsatzsteigerung und Beschäftigtenzahl am geringsten: Knapp 60 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Umsätze und fast 40 Prozent planen, ihre Beschäftigtenzahl zu erhöhen.

Unternehmen in Österreich und der Schweiz planen mit mehr Personal

In Österreich und der Schweiz ist im Vergleich zu Deutschland ein gegenläufiger Trend zu beobachten: Zwar rechnet nur knapp ein Viertel der österreichischen Unternehmen in diesem Jahr mit einem steigenden Umsatz, dennoch geht ein Drittel der Firmen davon aus, dass die Anzahl ihrer Mitarbeiter steigt. In der Schweiz prognostizieren sogar mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen einen höheren Personalbestand für 2010, während nur jedes neunte Unternehmen von einer positiven Geschäftsentwicklung ausgeht.

In der Personalarbeit zeigen sich 2010 erhebliche Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern der Krise: Sechs Mal häufiger geben Krisenverlierer die Kündigung von Mitarbeitern als Priorität in der Personalarbeit an als die Gewinner. Unternehmen, die 2009 Marktanteile hinzugewonnen haben, konzentrieren sich in der Personalarbeit drei bis fünf Mal häufiger auf Talent Management, Anreizstrukturen und Arbeitgeberattraktivität.

„Während die Verlierer noch mit den Auswirkungen der Krise beschäftigt sind, arbeiten die Gewinner der Krise an den Wettbewerbsvorteilen von morgen und bemühen sich gezielt um die Besten der Branche. Die Schere zwischen Krisengewinnern und -verlieren droht weiter auseinander zu gehen. Den Verlierern droht der Weggang wertvoller Mitarbeiter“, sagt Stephan Schmid, Projektleiter der Kienbaum-Studie.

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