19.08.2007 · Das Ergebnis überrascht: Fast acht von zehn deutschen Managern wollen beruflich nicht ins Ausland wechseln, wie eine Umfrage ergab. Dafür brechen die Führungskräfte für den Erfolg gerne mal Regeln.
Deutsche Manager fordern von ihren Untergebenen gerne Flexibilität, hängen selbst jedoch an der Heimat: Nur 17 Prozent der deutschen Führungskräfte setzen sich mit dem Gedanken auseinander, eines Tages im Ausland zu arbeiten. Das ergab eine Befragung von 1000 Managern durch die Freiburger Unternehmensberatung Saaman. Gleichzeitig weisen 82 Prozent der deutschen Führungskräfte den Gedanken an einen Wechsel über die Grenze von sich (zur vergleichbaren Haltung junger Akademiker lesen Sie Auslandsaufenthalt gilt als zweitbeste Lösung).
Der Umfrage zufolge haben lediglich 28 Prozent der Manager im vergangenen Jahr überlegt, sich beruflich nochmals grundsätzlich neu zu orientieren. Mehr Offenheit zeigen die Entscheider dagegen bei den Antworten auf das Konzept „für Erfolg muss man Regeln brechen“. Diesem Ansatz stimmten immerhin 12 Prozent gänzlich und 67 Prozent „zum Teil“ zu.
47 Prozent der Befragten gaben außerdem an, sich sofort und ohne zu Zögern auf andere Bedingungen am Arbeitsplatz einstellen zu können. 43 Prozent sagen von sich, sie könnten sehr gut und ohne Probleme“ mit Menschen zusammenarbeiten, die in ihrem Wesen vollkommen anders sind als sie selbst. Zurückhaltender gaben sich die befragten Manager auf die Frage „Gehen Sie auf Herausforderungen ein, die in ihrer Konsequenz noch nicht abzuschätzen sind?“. Als mutig erweisen sich hier lediglich 24 Prozent, die mit ja“ antworteten.