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Mitarbeiterbefragung Wie engagiert sind Sie?

13.01.2007 ·  Mitarbeiterbefragungen setzen sich in Personalabteilungen und Chefetagen durch: Zwei Drittel der Unternehmen machen das alle zwei Jahre oder öfter. Doch viele verstehen es nicht, die Daten gut zu nutzen.

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Mitarbeiterbefragungen setzen sich in Personalabteilungen und Chefetagen durch: Zwei Drittel der Unternehmen führen zumindest alle zwei Jahre eine Befragung durch. Das hat die Managementberatung Hewitt Associates ermittelt.

In 61 Prozent der Fälle sei ist die Unternehmensleitung direkter Auftraggeber. „Mitarbeiterbefragungen sind zunehmend ein Instrument der Unternehmensführung, da Themen der strategischen Unternehmensentwicklung im Rahmen der Mitarbeiterbefragung an Bedeutung zulegen, sagt Piotr Bednarczuk, Hewitt-Geschäftsführer in Deutschland. 44 Prozent der befragten Unternehmen hätten diesen Trend bestätigt, 43 Prozent nutzten die Ergebnisse der Befragung für die HR-Steuerung und das HR-Controlling.

Gemessen: Engagement statt nur Zufriedenheit

94 Prozent der Unternehmen erfragen im Rahmen ihrer Mitarbeiterbefragung die Zufriedenheit mit der aktuellen Tätigkeit und dem Unternehmen generell. 83 Prozent messen die Verbundenheit - neudeutsch: das Commitment - der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Jedoch nur 55 Prozent der befragten Unternehmen nutzen die Befragung, um die tatsächliche Leistungsbereitschaft, also das Engagement ihrer Mitarbeiter für die Erreichung der Unternehmensziele zu messen. Diese Ergebnisse basieren auf der Studie „Mitarbeiterbefragungen - Die Trends 2007“, die Hewitt im deutschsprachigen Raum in Kooperation mit Kienbaum durchgeführt hat.

Das Interessante an einer Mitarbeiterbefragung ist der folgende Veränderungsprozess: Systematische Maßnahmen müssen Verbesserungen ermöglichen, fordern die Berater. Doch bei mehr als einem Viertel der Unternehmen gebe es keinen verbindlichen Prozess. Die Studienteilnehmer hätten die Umsetzung der Maßnahmen als besonders wichtig bewertet, heißt es. Dennoch verzichteten 30 Prozent der Befragten auf ein ausführliches Monitoring der Maßnahmen. Lediglich in 37 Prozent der Unternehmen erkennen die Mitarbeiter, welche Veränderungen tatsächlich aus der Befragung resultieren.

Um die Ergebnisse einer Befragung richtig zu deuten, werden zunehmend Vergleichswerte genutzt. 74 Prozent der Unternehmen vergleichen die Daten intern - sprich zwischen den einzelnen Abteilungen. Externe Vergleichswerte nutzen 61 Prozent der Teilnehmer. 15 Prozent der Teilnehmer verzichten völlig auf einen Vergleich - und riskieren damit nach Ansicht von Hewitt, die eigentlichen Probleme nicht zu erkennen. „Eine Gehaltssteigerung kann zum Beispiel die Zufriedenheit über die Vergütung kurzfristig steigern. Ob dadurch jedoch auch ein nachhaltiges Engagement der Mitarbeiter erzeugt wird, ist fraglich.“

Im Rahmen der Studie wurden 90 Großkonzerne und mittelständische Unternehmen befragt. 37 davon aus Deutschland, 24 aus Österreich und 29 aus der Schweiz.

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