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MAN In 50 Stunden ist der Lkw montiert

 ·  Ein Lastwagen wird in einer Acht-Stunden-Schicht zusammengebaut. 72 Stationen in der Werkhalle von MAN in Karlsfeld bei München hat er dann hinter sich. Ein Rundgang.

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Abteilungsleiterin mit Perlenkette
© Maria Irl Vergrößern

Abteilungsleiterin mit Perlenkette

Bis zu 168 Lastwagen können beim deutschen Nutzfahrzeughersteller MAN im Münchner Norden täglich gebaut werden. „Die Gesamtarbeitsleistung für einen unserer schweren Lkw beträgt durchschnittlich etwa 50 Stunden.” Zahlen gehen Petra Peterhänsel locker über die Lippen. Die 45 Jahre alte Betriebswirtin übernimmt die Führung durch die 25.000 Quadratmeter große Halle. Sie ist Hauptabteilungsleiterin und verantwortlich für 1140 Mitarbeiter, darunter Mechaniker, Mechatroniker, Montage- und Fertigungsfacharbeiter. Die Ingenieure arbeiten meistens in der Produktionsplanung und in der Produktionsnetzwerkabstimmung zwischen den Werken. Petra Peterhänsel, die sich in der klassischen Männerwelt der Hightechfertigung beharrlich mit ihrem Wissen durchgesetzt hat, hat zuvor in der Autoproduktion gearbeitet, wo erheblich mehr Roboter zum Einsatz kommen. „Hier gibt es im Vergleich zum Pkw-Bau weniger Automatisierung, das liegt an der Varianz, wir bauen über 60 verschiedene Typen, und jeder Typ hat nochmals verschiedene Varianten. Allrad ist nicht gleich Allrad.” 14 Tage vorher liegt die sogenannte Perlenkette fest, das heißt, es steht fest, welche Typen gebaut werden. Und gebaut wird dann bei Normalauslastung in zwei Acht-Stunden-Schichten mit jeweils 430 Mitarbeitern.

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