13.04.2007 · Trotz intensiven Werbens - Frauen machen um Ingenieursberufe meist einen großen Bogen. Einzige Ausnahme: Das Architekturstudium.
Die Ingenieurberufe sind nach wie vor eine Männerdomäne. Im Durchschnitt wird gerade mal einer von zehn Arbeitsplätzen mit einem entsprechenden Anforderungsprofil durch eine Frau besetzt. Dabei sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsgruppen enorm. Besonders niedrig ist der Frauenanteil in den größten Teilgruppen Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Elektrotechnik mit jeweils gerade rund 5 Prozent. Der Frauenanteil nimmt mit zunehmendem Alter stark ab. Liegt er bei den Maschinenbauerinnen zwischen 24 und 35 Jahren noch bei mehr als 7 Prozent, ist es bei den über 55-Jährigen nur noch etwas mehr als 1 Prozent.
Dagegen ist der weibliche Zulauf am höchsten bei den Architekten und Bauingenieuren mit mehr als 20 Prozent. Hier sind auch die flexibelsten Arbeitsverhältnisse zu finden: Der Anteil freiberuflicher Anbieter ist relativ hoch, auch Heimarbeit wird oft praktiziert. Dagegen ist in den anderen Gattungen beispielsweise Teilzeitarbeit relativ wenig verbreitet. Für Arbeitsmarktexperten besteht zwischen flexiblen Arbeitsmodellen und der Frauenbeschäftigung ein enger Zusammenhang: Denn ein zu starres Korsett ist zumeist schlecht vereinbar mit der Familienbetreuung, die für Frauen in vielen Fällen eine ausschlaggebende Rolle spielt.
Frauen finden nicht schwer Zugang
Marco Vogt (MarcoVogt)
- 14.04.2007, 21:13 Uhr