28.07.2010 · Das Gesundheitswesen hat die Krise abgehakt. Die Geschäftslage hat sich weiter verbessert, die Erwartungen stabilisierten sich auf hohem Niveau
Unternehmer und Dienstleister im deutschen Gesundheitswesen lassen sich von Spardebatten und den Auswirkungen der Wirtschaftskrise nicht beeindrucken. Die Geschäftslage habe sich weiter verbessert, die Erwartungen stabilisierten sich auf hohem Niveau, stellt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in der Auswertung einer Befragung von 600 Gesundheitsunternehmen aus dem Frühsommer fest. Das schlage sich spürbar in den Beschäftigungsplänen der Unternehmen nieder: In den kommenden 12 Monaten sei ein Anstieg der Erwerbstätigenzahl um 100.000 möglich. Allerdings gelte das vorbehaltlich weiterer Belastungen durch Mindestlöhne oder Gesundheitsreform.
Systemlösungen für Krankenhäuser gefragt
Die Umfrage zeige, dass sich die Erholung der wenig konjunkturabhängigen Gesundheitsbranche weiter fortsetze. In der Beurteilung der Lage habe sie das Niveau vor Ausbruch der Krise im Jahr 2008 wieder erreicht. Die Exporterwartungen hätten sich auf hohem Niveau verbessert. Das gelte vor allem für Pharma und Medizintechnik.
Das wertet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag als weiteres Zeichen für das wachsende Interesse im Ausland an Gesundheitsgütern deutscher Herstellung. "Die weltweit weiterlaufenden Konjunkturprogramme, der demographische Wandel und vor allem Wachstum und zunehmender Wohlstand in Ländern wie Russland oder China spielen hier eine treibende Rolle", heißt es. Gefragt seien neben Pharma- und Medizinprodukten künftig vermehrt Systemlösungen, etwa für Krankenhäuser.