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Führungspositionen Frauen fallen zurück

31.01.2008 ·  Weibliche Führungskräfte sind in Deutschland ohnehin rar. Jetzt geht ihr Anteil auch noch zurück. Vor allem während der Familienphase scheiden viele aus.

Von Thomas Reinhold
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Der Anteil von Frauen im Topmanagement deutscher Großunternehmen ist im Jahr 2007 deutlich zurück gegangen. Das geht aus Daten des Wirtschaftsinformationsdienstes Hoppenstedt hervor. Anfang 2008 lag der Frauenanteil in Unternehmen mit mehr als 20 Millionen Euro Jahresumsatz bei 5,7 Prozent, ein Jahr zuvor gab es noch 7,5 Prozent Frauen im Spitzenmanagement. In den Jahren zuvor war der Anteil der Topmanagerinnen kontinuierlich gestiegen, heißt es. Am häufigsten sind Frauen in einer der drei oberen Führungsebenen im Rechnungswesen zu finden. Seltener sind Justiziarinnen, kaum zu finden sind Frauen in Forschung und Entwicklung. Zieht man auch Unternehmen mit weniger als 2 Millionen Euro Umsatz in Betracht, zeigt sich, dass Naturwissenschaftlerinnen relativ erfolgreich sind: Sie stellen 12 von 100 Führungskräften, unter den Wirtschaftswissenschaftlern sind es 8, unter den Juristen 7, unter den Ingenieuren 3.

Mehr Managerinnen in Ostdeutschland

In Ostdeutschland sind Managerinnen im Vorteil. In Sachsen sind 22 Prozent Frauen in Führungspositionen, in Bremen nur 15 Prozent. An der Spitze der westdeutschen Länder steht Bayern mit 17,5 Prozent Frauen in Leitungsfunktionen. Rund 26 Prozent der Frauen ist sind im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, in den zehn Jahren danach, der Familienphase, sinkt ihr Anteil auf nur noch gut 15 Prozent. Je jünger das Unternehmen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Frau im Management. Auch nach Branchen gibt es Unterschiede: Im Gesundheits- und Bildungssektor besetzen Frauen mehr als ein Viertel der Führungspositionen, im Kredit- und Versicherungsgewerbe gerade jede zehnte. Quer durch alle Branchen gilt: Nur je rund 10 Prozent Frauen schaffen es ins Topmanagement oder seine Aufsichtsgremien, 26 Prozent der Frauen in Führungspositionen arbeiten im mittleren Management. .

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