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Führungspersönlichkeiten Auf den Chef kommt es an

03.04.2008 ·  Weder die Größe der Firma noch die Branche entscheiden über die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter. Ausschlaggebend ist vor allem das Verhalten der Führungskraft. Das legen zwei aktuelle Studien nahe.

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Weder die Größe der Firma noch die Branche entscheiden über die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter, ausschlaggebend ist vor allem das Verhalten der Führungskraft. Das legen zwei aktuelle Studien nahe.

Führungskräfte schaffen das Umfeld, in dem Mitarbeiter überdurchschnittliche Leistungen erbringen und lange Zeit im Unternehmen bleiben, so dass große Unternehmensziele erreicht werden, hat Hewitt Associates herausgefunden. 83 Prozent der befragten HR-Verantwortlichen und 71 Prozent der befragten Top-Manager sehen die größte Herausforderung der Zukunft darin, die besten Talente im Unternehmen langfristig zu motivieren. Dies ist ein Ergebnis der Hewitt-Studie: „Attraktive Arbeitgeber in Zentral- und Osteuropa“. Führungskräften kommt dabei eine entscheidende Schlüsselfunktion zu.

Zu diesem Befund kommt auch das Hamburger Beratungsunternehmen Krauthammer. In einer europaweiten Studie zum Thema Corporate Governance und persönlicher Leistung von Vorstandsvorsitzenden wurden elf Merkmale von Persönlichkeit und beruflichen Fähigkeiten untersucht, die für eine gute Leistung der Vorstandschefs bedeutsam seien. Darunter: Strategieentwicklung, Personalentwicklung, Networking-Kompetenzen, Unternehmensethik, Teamführung, Präsentationsfähigkeiten, Entwicklungsfähigkeit und Offenheit für Feedback.

Leuchtendes Beispiel, nicht unbedingt Vorbild

Nach Ansicht der meisten Angestellten, so lautet ein Ergebnis der Untersuchung, verkörperten Vorstandsvorsitzende auch nach außen die Ziele ihres Unternehmens und leben danach. Doch erheblich weniger finden, dass ihre Vorstandsvorsitzenden entscheidend am Markenaufbau beteiligt sind. Und für lediglich eine Minderheit übernehmen die Vorstandsvorsitzenden eine Vorbildfunktion.

Im Rahmen der Studie seien Vorstandschefs „mit den ehrlichen Meinungen ihrer Angestellten“ konfrontiert worden. Daraus habe sich Folgendes ergeben:

  • 71 Prozent der Mitarbeiter sind der Ansicht, dass ihr Vorstandsvorsitzender die Ziele des Unternehmens nach außen hin verkörpert und selbst danach lebt.
  • 67 Prozent der Mitarbeiter meinen, dass ihr Vorstandsvorsitzender neue Geschäftsmöglichkeiten erschließt und nutzt.
  • 58 Prozent sind überzeugt, dass sich das Unternehmen bei ihrem Vorstandsvorsitzenden in sicheren Händen befindet
    Weniger als die Hälfte, nur 47 Prozent, werden von ihrem Vorstandsvorsitzendem zu außergewöhnlichen Leistungen inspiriert oder fühlen sich von ihm der Unternehmensvision näher gebracht.
  • 40 Prozent der Angestellten glauben, dass ihr Vorstandsvorsitzender für Feedback offen ist.
  • Für 37 Prozent übernimmt der Vorstandsvorsitzende eine Vorbildfunktion.

Trotz des eher unausgewogenen Gesamteindrucks, den Angestellte von ihrem Vorstandsvorsitzenden haben, glauben 71 Prozent, dass ihr Unternehmen nachhaltig entwicklungsfähig ist. Und etwa ebenso viele sind überzeugt, dass das Unternehmen seine Finanzziele erreicht.

Für die meisten Vorstandschefs sei es nicht leicht, ehrliches Feedback einzuholen und anzunehmen. „Kontinuierliches Lernen, das auch Bescheidenheit und ehrliche Selbsteinschätzung beinhaltet, ist ein lebenslanger Prozess auch auf höchster Managementebene“, heißt es in einer Mitteilung.

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