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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Frauen und Führung Dann doch lieber einen Mann

20.09.2007 ·  Ob Chef oder Chefin - den meisten Menschen im Arbeitsleben ist das egal. Weil einer aber der Chef sein muss, entscheidet sich die Mehrheit im Zweifel für einen Mann. So bleiben Erfahrungen mit Chefinnen noch immer seltener.

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Könnten sich Deutschlands Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Geschlecht der eigenen Führungskraft aussuchen, so würden sich mehr als doppelt so viele Befragte für einen Mann als Chef als für eine Frau als Chefin entscheiden. Vor die Wahl gestellt, plädiert ein Drittel (35 Prozent) für einen männlichen Vorgesetzten, während ein Siebtel (14 Prozent) lieber eine Chefin hätte. Allerdings ist mehr als der Hälfte aller Beschäftigten (52 Prozent) in dieser Frage indifferent. Dies ergab eine repräsentative telefonische Befragung des IFAK Instituts unter 2.000 Erwerbstätigen in Deutschland.

Die Studie zeigt den Angaben zufolge, dass Frauen eher Vorlieben für ein bestimmtes Geschlecht der Vorgesetzten haben als Männer: Nur vier von zehn Arbeitnehmerinnen (40 Prozent), aber sechs von zehn Arbeitnehmern (62 Prozent) ist es gleich, ob ihre Führungskraft ein Mann oder eine Frau ist. Sowohl Männer als auch Frauen favorisieren einen Mann an der Spitze. 30 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen wollen lieber einen Chef. Chefinnen werden dagegen nur von 9 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen bevorzugt (lesen Sie über europäische Familienbilder Ergebnisse einer Umfrage: Berüfstätigkeit von Müttern umstritten)

Erfahrung mit Frauen fehlt

Bei der Wahl zwischen Chef oder Chefin spielt die Erfahrung der Befragten eine große Rolle: Von Beschäftigten mit einem männlichen Vorgesetzten würden sich 40 Prozent wieder für einen Chef entscheiden und nur 8 Prozent für eine Chefin. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die derzeit eine Chefin haben, würden sich ebenfalls mehrheitlich (33 Prozent) wieder für eine Frau als Führungskraft aussprechen und nur 21 Prozent für einen Chef. Die Entscheidung zugunsten des Geschlechts der jetzigen Führungskraft fällt bei Beschäftigten mit einer Chefin jedoch weniger deutlich aus als bei Beschäftigten mit einem Chef. In den Ergebnissen der Umfrage spiegelt sich damit auch die Tatsache wider, dass die Erfahrungen mit Chefinnen noch immer weitaus seltener sind als mit Chefs.

Zur Zeit haben drei Viertel der Erwerbstätigen einen männlichen Vorgesetzten (77 Prozent) und ein Viertel eine weibliche Vorgesetzte (23 Prozent), teilt das Institut weiter mit. Jede Führungskraft, unabhängig vom Geschlecht, stehe im Durchschnitt sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor. Dabei arbeite nur jeder fünfte Beschäftigte (21 Prozent) in einem Team, das gleichermaßen aus Frauen und Männern besteht. 44 Prozent arbeiteten überwiegend mit Männern und 35 Prozent überwiegend mit Frauen zusammen. Besonders interessant sei hier die „Geschlechtertrennung“: Zwei Drittel der Männer (68 Prozent) arbeiten in überwiegend männlichen Teams, knapp zwei Drittel der Frauen (62 Prozent) in überwiegend weiblichen Teams.

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