Home
http://www.faz.net/-gym-740te
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Fachkräftemangel Nicht nur bei den Hochqualifizierten wird es eng

Die Gesellschaft altert und die Hochqualifizierten werden knapp. Soweit so bekannt. Jetzt aber sagt eine neue Studie: Auch bei mittleren Qualifikationen drohen Engpässe.

© Cornelia Sick / F.A.Z. Vergrößern Vor allem in Gesundheits- und Sozialberufen könnte die Personalsituation knapp werden.

Die Deutschen werden immer weniger und sie werden immer älter. Dass dadurch für Unternehmen Probleme entstehen werden, hochqualifizierte Fachkräfte  zu gewinnen, ist schon länger bekannt. Jetzt allerdings sagt eine neue Studie: Nicht nur bei den Hochqualifizierten, sondern auch bei mittleren Qualifikationen drohen langfristig Engpässe.

Die Studie wurde an diesem Mittwoch vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht. Die Institute modellierten in einer gemeinsamen Projektion, wie sich Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2030 entwickeln könnten. Sie zeigt: Eine Berufsausbildung beispielsweise in den Gesundheits- und Sozialberufen eröffnet auch auf längere Sicht sehr gute Beschäftigungschancen.

Keine Probleme im Bereich Verkehr, Lager und Transport

Die Beschäftigungschancen werden sich aber auch zukünftig je nach Bereich deutlich unterscheiden. So werde es beispielsweise im Bereich Verkehr, Lager und Transport sowie bei Sicherheits- und Wachberufen insgesamt auch langfristig kaum zu größeren Engpässen kommen, erwarten die Arbeitsmarktforscher. Bei einzelnen Berufen in diesen Segmenten könne es aber trotzdem Bewerbermangel geben: Die der Studie zugrundeliegenden Simulationsrechnungen beziehen sich nur auf die Gesamtentwicklungen in größeren Bereichen, nicht auf einzelne Berufe.

In einigen Bereichen, in denen der Arbeitskräftebedarf deutlich steigen wird, werden Ausgleichsprozesse längerfristige Engpässe verhindern. Bei vielen Tätigkeiten im Bereich Gastronomie oder im Reinigungsgewerbe beispielsweise handelt es sich um einen sogenannten Jedermann-Arbeitsmarkt: Gibt es hier Arbeitskräfteengpässe, kommen auch Bewerber ohne entsprechende Berufsausbildung in Frage.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.net

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kaum Interesse an Ausbildung So wenig Azubis wie seit 25 Jahren nicht

Noch nie seit dem Mauerfall wurden so wenig Ausbildungsverträge abgeschlossen. Der Nachwuchs neigt heute eher zum Studieren. Mehr

12.12.2014, 17:05 Uhr | Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland boomt als Zuwanderungsland

Nach den USA ist Deutschland der zweitgrößte Magnet für Einwanderer. Das hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa in einer aktuellen Studie herausgefunden. Mit dem Boom sollen auch Beschäftigung und Qualifikation der Zuwanderer zugenommen haben. Mehr

01.12.2014, 16:49 Uhr | Wirtschaft
FAZ.NET-Tatortsicherung Pulverfass Schule?

Im Polizeiruf 110: Hexenjagd erweisen sich Kommissarin Lenski und Kollege Krause als wahre Sprengexperten. Nur über die Schulen Brandenburgs wissen sie so gut wie nichts. Schlecht, wenn man dort ermittelt. Mehr Von Eva Heidenfelder

14.12.2014, 21:45 Uhr | Feuilleton
Arbeitsmarkt-Hoch wird abgebremst

BA-Chef Weise sagte, die gute Konjunktur spiegele sich auch im Arbeitsmarkt wider. Die Erwartungen für das zweite Halbjahr seien allerdings etwas verhaltener. Mehr

01.07.2014, 16:51 Uhr | Wirtschaft
Arbeitsmarkt Jeder Sechste überqualifiziert

Mehr als 16 Prozent der Deutschen üben derzeit eine Arbeit aus, die unter ihrem Qualifikationsniveau ist. Besonders viele von ihnen leben in den neuen Ländern. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mehr

16.12.2014, 16:00 Uhr | Beruf-Chance
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 31.10.2012, 15:20 Uhr

Stellensuche
Was
Wo