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Fachkräftemangel 18,5 Milliarden Euro gehen verloren

 ·  Deutschland mangelt es an Fachkräften - der Befund ist bekannt. Nun haben Wissenschaftler errechnet, welche Kosten der Volkswirtschaft dadurch entstehen. Die Summe ist enorm.

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Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr aufgrund des Fachkräftemangels einen Wertschöpfungsverlust in Höhe von 18,5 Milliarden Euro erlitten. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Der Schaden entspreche 0,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Insgesamt 165.000 Arbeitsplätze für Hochqualifizierte seien 2006 verwaist geblieben, die meisten davon in mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen. Darüber hinaus hätten die Unternehmen in 65.000 Fällen Schwierigkeiten gehabt, passende Arbeitskräfte für freie Stellen zu gewinnen. Die Folge: In jedem dritten Betrieb seien die Kosten gestiegen, etwa wegen Überstunden. Jedes vierte Unternehmen habe Aufträge ablehnen müssen. Für viele Betriebe sei die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter der einzige Weg aus der Fachkräftemisere.

Die Qualität der Fachleute stimmt

Das Institut führt den Fachkräftemangel darauf zurück, dass sich zu wenige Schüler hierzulande für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium begeisterten - trotz der im internationalen Leistungsvergleich guten Noten in Naturwissenschaften. Die Zahl der Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge sei von 50.000 im Jahr 1995 auf 40.000 im vergangenen Jahr gesunken. Als eine Möglichkeit, die Lage zu verbessern, empfiehlt das IW mehr Autonomie für die Bildungseinrichtungen. Außerdem müssten deren Leistungen besser gemessen werden. Mit der Qualität der Fachkräfte sei die Wirtschaft dagegen zufrieden. Zwei Drittel der im Rahmen des Zukunftspanels von dem Institut befragten 1600 Unternehmen schätzen die Kompetenzen ihrer Ingenieure und Naturwissenschaftler als gut oder sehr gut ein.

Quelle: F.A.Z., 05.12.2007, Nr. 283 / Seite 16
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Jahrgang 1976, Redakteurin in der Wirtschaft.

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