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DGFP-Umfrage Fachkräftemangel macht Personal teurer

21.12.2007 ·  Der Mangel an Fachkräften ist für Personalmanager ein konkretes Problem. In einer Umfrage der Fachorganisation DGFP gaben das mehr als zwei Drittel der Befragten an. Es gibt auch selbstkritische Töne der Personalprofis.

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Der Mangel an Fachkräften ist für das Personalmanagement ein konkretes Problem: 70 Prozent der befragten Personalmanager berichten, dass sich der Fachkräftemangel bereits heute spürbar auf ihr Unternehmen auswirkt. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage der Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) unter ihren Mitgliedsunternehmen. 74 von 569 zufällig ausgewählten Unternehmen haben sich an der Untersuchung beteiligt.

81 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Fachkräftemangel einen Anstieg der Personalkosten nach sich ziehen wird. Ungefähr 45 Prozent befürchten einen negativen Effekt auf die Innovationsfähigkeit und die Flexibilität des Unternehmens. Mehrere Personalprofis weisen darauf hin, dass durch den Mangel an Fachkräften die Belastung der bestehenden Belegschaft zunimmt. So wachse „zwangsläufig der Krankenstand“.

Um negativen Konsequenzen des Fachkräftemangels entgegenzuwirken, haben 28 Prozent der untersuchten Unternehmen personalpolitische Maßnahmen ergriffen, 52 Prozent sind gerade dabei, Initiativen zu entwickeln.

Suche eher nach Älteren als nach Müttern

Nach Einschätzung der befragten Personalmanager eignen sich Maßnahmen des internen und externen Personalmarketings neben Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen besonders gut dazu, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Jeweils mehr als 90 Prozent der Teilnehmer halten die Förderung der Mitarbeiterbindung und die Förderung der Arbeitgeberattraktivität für geeignet im Kampf gegen den Fachkräftemangel. 84 Prozent der Unternehmen, die bereits Maßnahmen ergriffen haben, fördern aktiv ihre Attraktivität als Arbeitgeber, 79 Prozent kooperieren mit Schulen und Hochschulen, ebenfalls 79 Prozent intensivieren die betriebliche Weiterbildung. Die Unternehmen, die gerade dabei sind, Maßnahmen zu definieren, setzen ähnliche Schwerpunkte.

Als vergleichsweise wenig geeignet betrachten die Befragten die verstärkte Rekrutierung bestimmter Zielgruppen. Während mehr als 40 Prozent der befragten Personalmanager in der verstärkten Rekrutierung älterer Arbeitnehmer und von Fachkräften aus dem Ausland ein geeignetes Mittel sehen, halten nur 26 Prozent die verstärkte Rekrutierung von Müttern für geeignet. Personalmanager, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern wollen, sehen in der verstärkten Rekrutierung von Müttern eher eine geeignete Maßnahme. Lediglich 7 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich die verstärkte Rekrutierung Langzeitarbeitsloser eignet, dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken. 35 Prozent meinen, dass die verstärkte Zusammenarbeit mit Zeitarbeitsfirmen eine geeignete Maßnahme ist.

Mängel bei der Förderung von Beruf und Familie

Nicht alle Maßnahmen, die die Personalprofis für wirksam halten, werden auch schon flächendeckend eingesetzt, heißt es bei der DGFP selbstkritisch. „Eine besonders
deutliche Diskrepanz zwischen dem Potenzial einer Maßnahme und ihrer Verbreitung zeigt sich bei der Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie bei der Förderung der Arbeitsfähigkeit älterer Mitarbeiter.“

55 Prozent der Befragungsteilnehmer betrachten den Beschluss der Bundesregierung, dass die Rekrutierung von Maschinenbau- und Elektroingenieuren aus den neuen EU-Staaten ohne Vorrangprüfung möglich sein soll, als sehr oder ziemlich hilfreich. Den Beschluss, der die Beschäftigung ausländischer Absolventen deutscher Hochschulen erleichtert, halten 62 Prozent für sehr oder ziemlich hilfreich.

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