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Veröffentlicht: 13.08.2017, 08:26 Uhr

Umzug für den Job Briten flirten mit dem Auswandern

Eigentlich wandern traditionell vor allem Menschen aus Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit aus ihren Ländern aus. Aber aufgrund des Brexits ist auch der Wille der Briten sehr hoch, ihr Glück im Ausland zu suchen.

© EPA/REX/Shutterstock Großbritannien verabschiedet sich aus Europa - und viele britische Arbeitnehmer wollen sich aus Großbritannien verabschieden.

In Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit ist die Bereitschaft zum Auswandern normalerweise am größten. Und so führen in einer Online-Umfrage des Personaldienstleisters Randstad zwei übliche Verdächtige die Länder mit der größten Bereitschaft zum Auswandern an.

In Spanien seien demnach 60 Prozent der Arbeitnehmer bereit, dauerhaft in ein anderes Land zu ziehen, sofern sie dort in ihrem bevorzugten Beruf arbeiten können. In Italien sind es 59 Prozent.

Briten würden sogar beim Gehalt Abstriche machen

Überraschender ist, dass Großbritannien mit 55 Prozent auf Platz drei folgt. Unter den 25- bis 45-Jährigen wären dort 67 Prozent bereit, für einen Arbeitsplatz auszuwandern – ein Spitzenwert in Europa. 64 Prozent der britischen Arbeitnehmer wären sogar bereit, beim Gehalt und der Position Abstriche zu machen, sofern sie dadurch eine Stelle bekämen. Keines der anderen 32 Länder dieser Umfrage kommt auf einen solchen Wert.

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Hintergrund könnte der Brexit sein. Schon kurz nach dem Votum der Briten für einen Austritt aus der EU gingen etwa die Klickzahlen auf den Internetseiten der Auswanderungsbehörden von Australien und Neuseeland sprunghaft in die Höhe.

Deutsche gehen vor allem in die Schweiz

Und wie viele Deutsche wandern eigentlich jährlich aus? Dazu hat das Statistische Bundesamt kürzlich Zahlen vorgelegt: Im Jahr 2015 waren es immerhin stolze 140.000. Ihre bevorzugten Ziele: Die Schweiz, die Vereinigten Staaten und Österreich.

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