http://www.faz.net/-gyl-7b3wq
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 08.07.2013, 17:30 Uhr

Berufsverband Mehr selbständige Freiberufler

Architekten, Ingenieure, Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte und Kreative: Sie alle zählen zu den Freiberuflern. Immer häufiger arbeiten sie selbständig. Das geht aus einer Statistik des Verbands BFB hervor, die der F.A.Z. vorliegt.

von
© dpa Zählen zu den Freiberuflern: Ärzte und andere Heilberufe

In den freien Berufen in Deutschland gibt es immer mehr Selbständige. Zum Jahresbeginn waren es 1,23 Millionen - gut 3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB) hervor, die der F.A.Z. vorliegt. Zu den freien Berufen zählen Architekten und Ingenieure, Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte und andere Heilberufe, aber auch viele Kreativberufe.

Henrike Roßbach Folgen:

Besonders kräftig mit 4,7 Prozent legte in Sachen Selbständigkeit die Gruppe der technisch-naturwissenschaftlichen Freiberufler zu. In den Heilberufen waren es 3,6 Prozent mehr Selbständige, bei den rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufen 2,8 Prozent und in den freien Kulturberufe um 1,7 Prozent.

Ständig neue Arbeitsfelder

Die Nachfrage nach freiberuflichen „Vertrauensdienstleistungen“ steige mit dem Strukturwandel stetig an, sagte BFB-Präsident Rolf Koschorrek. Er verwies darauf, dass ständig neue Arbeitsfelder für Freiberufler entstünden - durch weitere Spezialisierung, aber auch durch die Digitalisierung.

„Die Berufsperspektiven für freie Berufe sind gut“, sagte Koschorrek, Freiberufler seien umworben. Neben der Selbständigkeit sei deshalb „für so manchen potentiellen Gründer“ eine Festanstellung eine Alternative. Der Berufsstand müsse aus diesem Grunde deutlich machen, wie attraktiv es sei, „sein eigener Herr zu sein“.

Neben den Selbständigen arbeiten derzeit noch knapp 2,88 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den freien Berufen, ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Helfende Berufe Soziale Selbstausbeuter

Pädagoginnen, Erzieherinnen, Flüchtlingshelferinnen: Wer sich um andere kümmert, vergisst oft sich selbst. Die Caritas will deshalb gezielt Frauen fördern. Aber reicht das, um aus guten Müttern Führungskräfte zu machen? Mehr Von Isa Hoffinger

19.05.2016, 05:30 Uhr | Beruf-Chance
Spanien Moderne Architektur im Pinienwald

Die Casa Levene des Architekten Eduardo Arroyo gehört zu den am meisten gelobten architektonischen Entwürfen Spaniens der vergangenen Jahre. Das Haus scheint durch die umgebenden Bäume hindurch zu wachsen. Mehr

01.05.2016, 02:00 Uhr | Gesellschaft
TV-Kritik: Maybrit Illner Abschaffung der Existenzangst

Müssen wir für eine akzeptable Rente bis 80 arbeiten? Die Diskussion bei Maybrit Illner drehte sich um Altersarmut und die fixe Idee des Eckrentners. Nur der Versicherungsbeamte Franz Kafka fehlte in der Runde. Mehr Von Hans Hütt

20.05.2016, 04:30 Uhr | Feuilleton
Data Cuisine Wenn Statistiken gekocht werden

Wenn Profis komplexe Statistiken übersetzen, entstehen kleine kulinarische Kunstwerke. Susanne Jaschko und Moritz Stefaner kreieren Speisen, deren Informationsgehalt über ein einfaches Rezept hinausgeht. Mehr

03.05.2016, 08:36 Uhr | Wissen
Arbeitszeit Immer weniger Überstunden

Die Deutschen machen immer weniger Überstunden. Vor allem junge Menschen und schlechter bezahlte Arbeitnehmer sind seltener bereit, nach Feierabend zu arbeiten. Und welche Branche ist Überstunden-Spitzenreiter? Mehr Von Nadine Bös

16.05.2016, 06:08 Uhr | Beruf-Chance

App für die Essensbestellung Mittagspause ohne Hektik

Jeden Mittag die gleiche Hektik: Wohin gehen wir, wie lange dauert es, bis das Essen kommt? Das fragten sich auch drei Studenten, wenn sie mal nicht in die Mensa wollten. Sie fanden eine Lösung und gündeten kurzerhand ein Unternehmen. Mehr Von Brigitte Koch 2 9