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Ausbildungspakt Mehr Ausbildungsplätze in Teilzeit

 ·  Junge Eltern sollen künftig einen Ausbildungsplatz und die Versorgung ihrer Familie leichter unter einen Hut bringen können - durch mehr Teilzeit-Ausbildungsplätze. Darauf haben sich Arbeitgeber und Bundesregierung im Rahmen des Ausbildungspaktes verständigt.

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Die deutschen Arbeitgeber wollen mehr Ausbildungsplätze für Teilzeitbeschäftigte anbieten. Darauf haben sie sich mit der Bundesregierung im Rahmen des gemeinsamen Ausbildungspakts verständigt. Das werde jungen Eltern erleichtern, für ihre Familie zu sorgen, sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), nach einer Sitzung des Lenkungsausschusses des Pakts am Mittwoch.

117.000 Mütter unter 25 Jahren ohne Berufsabschluss und damit rund die Hälfte besuche keine Schule oder mache keine duale Ausbildung. Unter den jungen Vätern liegt der Anteil bei 31 Prozent. In Betrieben und Berufsschulen sollten die Bedingungen so angepasst werden, dass sie auch in Teilzeit in Anspruch genommen werden können. 2011 gab es 1200 neue Ausbildungsverträge in Teilzeit.

Zahl der Lehrstellenbewerber sinkt

Der Lehrstellenmarkt ist davon gekennzeichnet, dass mit dem demografischen Wandel die Zahl der Schulabgänger und damit auch die Zahl der Lehrstellenbewerber sinkt. Zugleich war im vorigen Jahr das Ausbildungsplatzangebot leicht zurückgegangen. Zum Stichtag 30. September war die Zahl der neu abgeschlossener Ausbildungsverträge laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Vorjahresvergleich um 3,2 Prozent auf 551.300 gesunken.

Damit fällt es der Wirtschaft schwerer, durch eigene Ausbildung den Fachkräfte-Nachwuchs zu sichern. Auf Hilfe aus dem Ausland kann sie nicht hoffen. Trotz einer Arbeitslosigkeit von deutlich mehr als 50 Prozent unter jungen Leuten in Spanien und Griechenland gibt es keinen Ansturm auf den Lehrstellenmarkt. Jugendliche aus Südeuropa kämen „momentan vereinzelt“, sagte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Raimund Becker. „Das wird kein Massengeschäft werden.“

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bezeichnete Arbeitgeber Präsident Dieter Hundt als „für die Jugendlichen sehr gut“. Für das laufende Jahr gebe es keinerlei Anzeichen, dass die von der Wirtschaft angebotenen Ausbildungsstellen rückläufig seien. Es werde aber in einzelnen Regionen schwerer fallen, Lehrstellen passend zu besetzen. „Es wird immer schwieriger, Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen“, sagte Hundt. Die Kultusminister der Länder forderte er auf, „Maßnahmen zur Sicherstellung der Ausbildungsreife“ zu ergreifen. Laut Pisa-Studie seien knapp 20 Prozent der Schüler nicht ausbildungsreif.

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