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Freitag, 17. Februar 2012
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Ausbildung 11.300 Jugendliche noch ohne Lehrstelle

01.02.2008 ·  Rund 18.000 Jugendliche fanden in der Nachvermittlungsphase noch eine Lehrstelle, vermelden die Arbeitgeber erfreut. Doch viele Unternehmen bilden nach wie vor nicht aus.

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Die Zahl der unversorgten Bewerber auf eine Lehrstelle ist im Rahmen des Ausbildungspakts deutlich reduziert worden. Derzeit sind noch rund 11.300 Jugendliche auf der Suche, das sind fast 18.000 oder 61 Prozent weniger als zu Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober. Dem gegenüber stehen 4200 unbesetzte Lehrstellen. Diese Bilanz zogen die Partner des Ausbildungspaktes - Wirtschaftsverbände und die Bundesagentur für Arbeit - am Donnerstag in Nürnberg. Außerdem gibt es noch fast 20.000 verfügbare Einstiegsqualifizierungen der Bundesagentur für Arbeit. Das sind auf maximal zwölf Monate begrenzte und staatlich bezuschusste Praktika. Damit stehe rein rechnerisch für jeden Bewerber ein Angebot zur Verfügung, hieß es. "Das Paktjahr 2007 war ein Rekordjahr", sagte Martin Wansleben, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Die Wirtschaft habe fast 89.000 neue Lehrstellen geschaffen und damit die Zusagen im Rahmen des Paktes weit übertroffen.

300.000 Altbewerber warten noch

Dies sei richtig, räumte Ingrid Sehrbrock, die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, ein, doch müsse auch die große Zahl der Betriebe gegengerechnet werden, die sich aus der Ausbildung verabschiedeten. Der Anteil der ausbildenden Unternehmen verharre bei 24 Prozent. Außerdem seien immer noch 300.000 Altbewerber aus den Vorjahren unversorgt. Deshalb könne noch lange nicht "von einer Situation gesprochen werden, die den Jugendlichen ausreichende Perspektiven bietet". Um die Chancen schwer vermittelbarer Jugendlicher zu erhöhen, plant die Bundesregierung die Einführung eines Bonus für Unternehmen, welche Altbewerber ausbilden. Dadurch sollen rund 100.000 zusätzliche Plätze entstehen. Die Wirtschaft warnt jedoch davor, dass dies zu Mitnahmeeffekten führen könne.

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