09.02.2007 · Von wegen, Freizeitweltmeister: Die Deutschen sehnen sich im europäischen Vergleich am wenigsten nach mehr Freizeit. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft ermittelt - schüttet aber gleich Wasser in den Wein.
Die Deutschen sehnen sich im europäischen Vergleich am wenigsten nach mehr Freizeit. Laut einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft gaben 27 Prozent der Befragten aus Deutschland an, dass sie gerne mehr Freizeit hätten. Zum Vergleich: In Estland sind zwei Drittel der Arbeitnehmer der Meinung, zu viel zu arbeiten und zu wenig Freizeit zu genießen. Auch viele Griechen (66 Prozent), Spanier (65 Prozent), Ungarn (63 Prozent) und Slowaken (62 Prozent) hätten gerne mehr Mußestunden.
Mit Fleiß und Faulheit allein lassen sich diese Unterschiede allerdings nicht erklären. Dass in Deutschland nur jeder Vierte der Meinung ist, die Freizeit käme zu kurz, lasse sich auch mit den fünf zusätzlichen freien Tagen erklären, die hierzulande im Vergleich zum restlichen Europa im Schnitt gewährt würden.
Zudem liege Deutschland in Sachen Langzeitarbeitslosigkeit auf einem unrühmlichen Spitzenplatz. Folglich sei es vielen Deutschen wichtig, überhaupt Arbeit zu bekommen, heißt es in der IW-Studie.