http://www.faz.net/-gyl-77r9x
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 18.03.2013, 15:20 Uhr

Arbeitswege Lange Fahrten ins Büro

Für ihren Wunscharbeitsplatz sind viele junge Menschen bereit, lange Anfahrtswege in Kauf zu nehmen. Mehr als die Hälfte der Berufseinsteiger schreckt selbst vor einer Stunde Fahrt nicht zurück, besagt eine repräsentative Umfrage.

© dpa Pendeln? Kein Problem, sagen junge Berufseinsteiger.

Viele Berufseinsteiger sind bereit, für ihren Wunsch-Job täglich einen langen Arbeitsweg in Kauf zu nehmen. Das besagt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Versicherungskonzerns Axa.

So erklärte die Hälfte der befragten jungen Menschen, die kurz vor Eintritt in das Arbeitsleben standen, dass sie Distanzen von bis zu 60 Minuten Fahrtzeit nicht scheuen würden. Bei den Berufseinsteigern, die bereits einen Job haben, sind es mit 41 Prozent etwas weniger, die eine Anfahrt von bis zu einer Stunde auf sich nehmen würden. Nur für sieben Prozent aller Berufsstarter sollte der Arbeitsweg nicht länger als 15 Minuten dauern.

Mehr zum Thema

Lange Anfahrtswege zu Uni und Schule

Die jungen Menschen sind offensichtlich aus der Ausbildungszeit Kummer gewöhnt: Schon heute braucht ein Drittel der Befragten (33 Prozent) für den Weg zu Universität, Schule oder zum Arbeitsplatz tatsächlich bereits tagtäglich mehr als eine halbe Stunde.

Gut drei Viertel aller Befragten (76 Prozent) würden für ihren Wunsch-Job auch umziehen. Männer sind dabei eher zum Wohnortwechsel bereit als Frauen: Während 80 Prozent der männlichen Befragten bereit sind, berufsbedingt umzuziehen, liegt dieser Wert unter den weiblichen Befragten bei 72 Prozent.

Die Umfrage macht auch Aussagen zur Umzugsbereitschaft ins Ausland. Hier zeigte sich, dass mit zunehmendem Alter die Arbeitsplatzmobilität ansteigt. Sind unter den 16- bis 19-Jährigen 22 Prozent der Befragten bereit, für den Job in ein anderes Land zu ziehen, ist unter den 25- bis 29-Jährigen fast jeder Dritte offen für einen solchen Schritt (30 Prozent).

Quelle: FAZ.net

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Vor der Küste Irlands Möge der Fels mit dir sein

Auf der Insel Skellig Michael im Atlantik wurde das Finale des neuesten Star Wars-Films gedreht. Das könnte alles verändern. Mehr Von Stefan Nink

18.05.2016, 11:24 Uhr | Reise
Absturz oder Anschlag? Ägyptens Ministerpräsident wird von Journalisten befragt

Auf dem Weg von Paris nach Kairo ist eine Maschine von Egypt Air kurz nach dem Eintritt in den ägyptischen Luftraum vom Radar verschwunden. Am Flughafen von Kairo sollte der Airbus A320 von Egypt Air eigentlich landen. Rettungskräfte haben mit der Suche nach dem Flugzeug begonnen. Mehr

20.05.2016, 12:33 Uhr | Gesellschaft
Moderne Gesellschaft Wir haben keine Zeit

Zeitforscher beklagen die fehlende Langsamkeit in der modernen Gesellschaft. Doch wie nehmen die Menschen das Zeitalter der Beschleunigung in ihrem Alltag wahr? Und was sagen eigentlich die Physiker dazu? Mehr Von Hannah Bethke

27.05.2016, 14:03 Uhr | Rhein-Main
Roter Teppich Filmfestspiele in Cannes starten mit Woody-Allen-Premiere

In Cannes sind die 69. Internationalen Filmfestspiele gestartet. Eröffnet wurde das Festival mit der Premiere des aktuellen Films von Altmeister Woody Allen. Das Werk trägt den Titel Café Society und erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der im Hollywood der dreißiger Jahre Fuß fassen will. Teil der Besetzung sind Jesse Eisenberg und Kristen Stewart. Mehr

12.05.2016, 14:10 Uhr | Feuilleton
Fintech-Angebote Kundenvertrauen in Versicherungs-Apps steigt

Die Neugier gegenüber digitalen Hilfen in der Finanzberatung ist groß. Kunden zeigen sich aufgeschlossen, auch Versicherungen über Apps abzuschließen. Doch es gibt Risiken. Mehr Von Tim Kanning und Philipp Krohn

20.05.2016, 18:20 Uhr | Finanzen

Gründer aus Leidenschaft Zweitausenddreihundert Prozent Wachstum

Zubehör zu Smartphone und Tablet im Internet verkaufen - das kann fast jeder. Wie sich die Gründer Max Kronberg und Jens Wasel damit aber an die Spitze der deutschen Start-ups gearbeitet haben. Mehr Von Hendrik Wieduwilt 1