23.11.2009 · Die Wirtschaftskrise hat europaweit mehr als vier Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Betroffen seien vor allem Männer, heißt es in einem am Montag von der EU-Kommission in Brüssel veröffentlichten Bericht. Der Grund: Viele Arbeitsplätze gingen in Männerdomänen verloren - zum Beispiel in der Bauwirtschaft.
Die Wirtschaftskrise hat europaweit mehr als vier Millionen Arbeitsplätze vernichtet. Betroffen seien vor allem Männer, heißt es in einem am Montag von der EU-Kommission in Brüssel veröffentlichten Bericht.
Die Beschäftigungsquote von Männern sei um mehr als zwei Prozent zurückgegangen, die der Frauen nur um 0,3 Prozent. Dies liege daran, dass die Krise Männerdomänen wie die Bauwirtschaft und die Automobilindustrie besonders hart getroffen habe, schreibt die Kommission.
Vom Beginn der europaweiten Rezession Mitte 2008 bis Mitte 2009 seien 4,3 Millionen Stellen abgebaut worden, erklärte die Kommission. Insgesamt sei für die Jahre 2009 bis 2010 der Verlust von mehr als sieben Millionen Arbeitsplätzen zu befürchten, die EU-weite Arbeitslosenquote werde von 9,2 Prozent im September bis Ende 2010 auf mehr als 10 Prozent steigen.
IW-Gutachten sieht durchwachsene Aussichten für Arbeitnehmer
Für die Beschäftigten sind die Aussichten laut dem aktuellen Herbstgutachten des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln insgesamt durchwachsen. Nach der an diesem Montag veröffentlichten Konjunkturumfrage beabsichtigen immerhin 55 Prozent der befragten Firmen, 2010 Jahr die Zahl ihrer Mitarbeiter nicht zu verändern.
28 Prozent gehen von einer rückläufigen Beschäftigtenzahl aus, 17 Prozent wollen sie erhöhen. Am besten schneiden dabei Dienstleister und Hersteller von Vorleistungen ab - wenngleich auch hier die Zahl der pessimistischen Unternehmen überwiegt.
Den größten Personalabbau erwarten Betriebe in der Investitions- und Konsumgüterindustrie sowie im Baugewerbe. Während nur zwölf Prozent der Baufirmen eine steigende Beschäftigung erwarten, gehen 40 Prozent von einer kleineren Belegschaft im Jahr 2010 aus.
Klar, der Staatsbankrott kommt ja noch, dann sind die Frauen dran...
Marco Vogt (VogtNuernberg)
- 23.11.2009, 18:24 Uhr
Ist doch kein Problem
Torsten Klier (TorstenKlier)
- 23.11.2009, 21:46 Uhr
Wundert mich gar nicht,
Alex Zunker (zunker)
- 29.11.2009, 16:35 Uhr