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Arbeitsmarkt Unternehmen wollen auch 2008 Jobs schaffen

14.12.2007 ·  Der Bedarf an Personal bleibt im neuen Jahr groß, auch wenn sich die Konjunktur eintrübt. Die Mehrheit der Unternehmen will neue Jobs schaffen, wie eine Umfrage zeigt.

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Trotz der zu erwartenden konjunkturellen Abkühlung wollen die Unternehmen auch im kommenden Jahr neue Arbeitsplätze schaffen. Von rund 1000 befragten Verantwortlichen wollen 15 Prozent mehr Personal einstellen, 8 Prozent Stellen abbauen und knapp 80 Prozent den Bestand unverändert lassen, wie aus dem Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters Manpower hervorging. Daraus ergibt sich ein Nettobeschäftigungsausblick von plus 7. Das sind fünf Punkte mehr als vor einem Jahr. Um jahreszeitliche Einflüsse bereinigt sank der Indikator für das erste Vierteljahr 2008 zwar im Vergleich zum Schlussquartal 2007, lag damit aber deutlich über dem Niveau vor einem Jahr. Das ist das beste Umfrageergebnis für ein erstes Quartal seit fünf Jahren.

Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal sei nach wie vor groß und die Firmen stellten wieder dauerhaft ein, hieß es. So sei der sogenannte Klebefaktor - also die Quote der Übernahme von Zeitarbeitern bei den Unternehmen - bei Manpower von 30 auf rund 40 Prozent gestiegen, sagte der Geschäftsführer von Manpower Deutschland, Thomas Reitz. Die Branche gilt als guter Indikator für die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes. Die Beschäftigungsperspektiven bei Versicherern, Finanz- und Immobiliendienstleistern seien vergleichsweise am besten. Die Aussichten beim Bau, bei Energie und Versorgung sowie im Produzierenden Gewerbe hätten sich leicht eingetrübt.

In Frankfurt sind die Aussichten schlecht

Nach Regionen betrachtet sind die Aussichten im Großraum München mit plus 18 Prozent am besten, gefolgt vom Ruhrgebiet (5). Dagegen hat sich die Stimmung in Frankfurt eingetrübt (minus 2), wo sogar ein leichter Beschäftigungsabbau erwartet wird. Generell sind die Aussichten im Süden und Westen Deutschlands jedoch wesentlich besser als im Norden und Osten.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit sieben Punkten im Mittelfeld. Die meisten Neueinstellungen werden in Norwegen (21) und den Niederlanden (10) erwartet. Am wenigsten erwarten die Unternehmer in Österreich, Italien und Irland (jeweils 4). In Irland, das während einer langen Aufschwungphase in den vergangenen Jahren zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen hat, sind die Einbußen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum mit minus 17 am deutlichsten.

Quelle: Fazjobnet mit Material von Reuters
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