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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Arbeitsmarkt Nachfrage nach Arbeitskräften verliert an Dynamik

 ·  Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit weiter eine hohe Bereitschaft bei den Betrieben, neue Mitarbeiter einzustellen. Doch langsam lässt die Dynamik nach.

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Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) weiter eine hohe Bereitschaft bei den Betrieben, neue Mitarbeiter einzustellen. Der sogenannte BA-X als Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften sei im Oktober nochmals um zwei Punkte auf 248 Punkte gestiegen, teilte die Behörde am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Oktober 2007 waren es noch sechs Punkte. Mittlerweile sei eine deutlich geringere Dynamik beim Wachstum der Nachfrage erkennbar.

Die gestiegene Nachfrage der vergangenen Monate gehe vor allem auf mehr Stellenangebote im Internet zurück. Über Unternehmenshomepages und die Job-Börse würden überwiegend gut und hoch qualifizierte Mitarbeiter gesucht.

Durch die Finanzmarktkrise eventuell bedingte Rückgänge der Arbeitskräftenachfrage könnten aufgrund der Lage des Zähltages im Oktober noch nicht abgebildet werden. Der BA-X bildet die Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. In den saisonbereinigten Index fließen die bei der BA gemeldeten ungeförderten Stellen, Stellen für Freiberufler und Selbstständige, gemeldete Stellen aus der privaten Arbeitsvermittlung und zusätzliche Stellen der BA-Job-Börse sowie des BA-Job-Roboters ein. Er ist der BA zufolge der aktuellste und umfassendste Stellenindex in Deutschland und beruht auf konkreten Stellengesuchen der Unternehmen.

Am Donnerstag gibt die BA die Arbeitslosenzahlen für Oktober bekannt. Üblich ist ein Rückgang im Zuge der Herbstbelebung. Erstmals seit 16 Jahren könnte dabei womöglich die Marke von drei Millionen registrierten Arbeitslosen unterschritten werden. Die guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt dürften sich in den nächsten Monaten aber erschöpfen. Das Forschungsinstitut der BA geht davon aus, dass 2009 die Arbeitslosenzahlen als Folge der Wirtschaftsflaute erstmals seit drei Jahren wieder steigen.

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