Home
http://www.faz.net/-gyl-78m8n
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Frauen und Karriere

Arbeit und Gesundheit Arbeitsministerium lehnt neue Antistressregeln ab

Im vergangenen Jahr warnte Bundesarbeitsministerin von der Leyen noch vor zunehmendem Stress für Arbeitnehmer durch ständige Erreichbarkeit auf dem Handy. Einer von Gewerkschaften geforderten Antistressverordnung hat sie nun aber eine Abfuhr erteilt.

© REUTERS Vergrößern Stress lass nach! Das fordert auch Bundesarbeitsministerin von der Leyen. Der Antistressverordnung erteilt ihr Ministerium dennoch eine Abfuhr.

Das Bundesarbeitsministerium hat Forderungen der Gewerkschaft IG Metall nach einer Antistressverordnung eine Abfuhr erteilt. „Im Moment sieht unser Haus dazu keine Notwendigkeit“, sagte der zuständige Referatsleiter André Große-Jäger am Dienstag während einer Personalmesse in Stuttgart.

Der Zunahme psychischer Belastungen müsse auf betrieblicher Ebene begegnet werden. Es sei nicht möglich, für fast 42 Millionen Erwerbstätige in den unterschiedlichsten Branchen und Berufen anwendbare und überprüfbare Stressvorschriften zu formulieren.

IG Metall wirbt für strengeren Arbeitsschutz

Große-Jäger warnte die Unternehmen jedoch davor, das Problem zu verdrängen. Psychische Belastungen verursachten bereits heute Produktionsausfälle von geschätzt rund 8 Milliarden Euro im Jahr.

Die IG Metall veranstaltet in dieser Woche in Berlin einen „Antistresskongress“, mit dem sie auch für strengere Arbeitsschutzvorschriften wirbt. Nach einer von der Gewerkschaft in Auftrag gegebenen Umfrage wünschen sich 69 Prozent der Beschäftigten, dass die Politik für klarere Vorgaben sorgt.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte im vergangenen Jahr angeprangert, dass viele Arbeitnehmer unter einem ungesunden Druck stünden, ständig für Vorgesetzte erreichbar zu sein. IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban warf ihr am Dienstag vor, sie habe sich „darin eingerichtet, die Rede für die Tat zu nehmen“.

Mehr zum Thema

Quelle: svs./dc./F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mehr Geld schon 2016 Verteidigungsetat wächst um 1,2 Milliarden Euro

Eigentlich sollte die Bundeswehr erst 2017 mehr Geld erhalten. Doch angesichts der Ukraine-Krise wächst der Etat schon ein Jahr früher. Dem Bundeswehrverband reicht das nicht. Er fordert 5.000 Soldaten mehr. Als Risikovorsorge. Mehr

17.03.2015, 12:09 Uhr | Politik
Münchner Sicherheitskonferenz Von der Leyen: Keine Waffenlieferungen an Ukraine

Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen plädiert zur Eröffnung der Münchner Sicherheitskonferenz für eine diplomatische Lösung des Konflikts im Osten der Ukraine. Mehr

08.02.2015, 13:05 Uhr | Politik
Mehr Souveränität Daimler will sich von der Stechuhr lösen

Die Belegschaft wünscht sich mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten, und der Personalvorstand ist auch dafür – im Prinzip. Eine Neuordnung soll her. Und alle dürfen mitreden. Mehr Von Susanne Preuß

23.03.2015, 06:00 Uhr | Beruf-Chance
Afghanistan Von der Leyen warnt vor abruptem Abzug

Die internationale Gemeinschaft habe am Hindukusch viel erreicht, aber die Lage sei noch fragil. Das hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vor einem Truppenbesuch im nordafghanischen Masar-e Sharif gesagt. Mehr

14.12.2014, 13:48 Uhr | Politik
Großdemonstration Chemiegewerkschaft sieht letzte Chance für Einigung

4000 Mitarbeiter von Unternehmen der chemischen Industrie in Hessen haben angesichts der zähen Tarifverhandlung mit einer Großdemonstration in Frankfurt ihre Interessen gestritten. Mehr

19.03.2015, 15:09 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 23.04.2013, 16:30 Uhr

Stellensuche
Was
Wo