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Arbeit und Gesundheit Arbeitsministerium lehnt neue Antistressregeln ab

Im vergangenen Jahr warnte Bundesarbeitsministerin von der Leyen noch vor zunehmendem Stress für Arbeitnehmer durch ständige Erreichbarkeit auf dem Handy. Einer von Gewerkschaften geforderten Antistressverordnung hat sie nun aber eine Abfuhr erteilt.

© REUTERS Stress lass nach! Das fordert auch Bundesarbeitsministerin von der Leyen. Der Antistressverordnung erteilt ihr Ministerium dennoch eine Abfuhr.

Das Bundesarbeitsministerium hat Forderungen der Gewerkschaft IG Metall nach einer Antistressverordnung eine Abfuhr erteilt. „Im Moment sieht unser Haus dazu keine Notwendigkeit“, sagte der zuständige Referatsleiter André Große-Jäger am Dienstag während einer Personalmesse in Stuttgart.

Der Zunahme psychischer Belastungen müsse auf betrieblicher Ebene begegnet werden. Es sei nicht möglich, für fast 42 Millionen Erwerbstätige in den unterschiedlichsten Branchen und Berufen anwendbare und überprüfbare Stressvorschriften zu formulieren.

IG Metall wirbt für strengeren Arbeitsschutz

Große-Jäger warnte die Unternehmen jedoch davor, das Problem zu verdrängen. Psychische Belastungen verursachten bereits heute Produktionsausfälle von geschätzt rund 8 Milliarden Euro im Jahr.

Die IG Metall veranstaltet in dieser Woche in Berlin einen „Antistresskongress“, mit dem sie auch für strengere Arbeitsschutzvorschriften wirbt. Nach einer von der Gewerkschaft in Auftrag gegebenen Umfrage wünschen sich 69 Prozent der Beschäftigten, dass die Politik für klarere Vorgaben sorgt.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte im vergangenen Jahr angeprangert, dass viele Arbeitnehmer unter einem ungesunden Druck stünden, ständig für Vorgesetzte erreichbar zu sein. IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban warf ihr am Dienstag vor, sie habe sich „darin eingerichtet, die Rede für die Tat zu nehmen“.

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Quelle: svs./dc./F.A.Z.

 
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