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Anonymisierte Bewerbungen Wir sehen uns in der zweiten Runde

 ·  Anonymisierte Bewerbungen sollen Diskriminierung verhindern. Was aber bleibt übrig, wenn viele Angaben geschwärzt werden? Personalprofis spotten schon.

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Philipp Jörgovic

Mal wieder eine Studie...

Interessant, wie selbstverständlich es hingenommen wird, dass es (mal wieder) viel Aufsehen um eine Studie gab und daraus wieder Schlussfolgerungen über Diskriminierung abgeleitet wurden und später heißt es dann, ach ja die Studie war eigentlich gar nicht aussagekräftig, wir tun einfach so als wäre sie es. Fraglich zum einen die Arbeit der Forscher (warum veröffentlicht man Material wenn es keine Aussage hat?) und die Arbeit der Presse (warum macht man auf dieser Basis Berichte?)
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Seit ich angefangen habe selber Studien nachzuprüfen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Studien die sich um Frauen / Mädchen, Migranten und Öko drehen so sehr darauf bedacht sind das politisch korrekte, ideologiebestätigende Ergebnis zu bekommen, dass man sie ungesehen in die Ablage P geben kann. Teilweise muss man sich wirklich fragen ob man für "Forschung" die so falsch ist dass man den "ForscherInnen" schon Vorsatz unterstellen muss nicht irgendwann mal Konsequenzen für diese haben sollte.

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 04.05.2012 08:47 Uhr

Der größte Bullshit aller Zeiten.

Dieses Antidiskriminierungsgesetz ist einfach nur Bullshit und solche Bewerbungen einfach nur praxisuntauglich. Dadurch würde es immer schwieriger, durch Bewerbung an eine Stellung zu kommen. Vitamin B wird wieder wichtiger. Jobs, die unter der Hand vergeben, tauchen in keiner Bewerbungsstatistik auf. Wir hatten und haben eigentlich immer noch eine durchlässige Gesellschaft. Man schaue sich die Biographien unserer Kanzler an und die der Kanzlerin. Viele haben sich hochgearbeitet. Was ist mit den Präsidenten? Köhler und Gauck kamen aus ganz ärmlichen Verhätlnissen. Köhler war Flüchtlingskind und Gauck Sohn eines Seemanns und Mecklenburg. Und nun schaut man auf DAX-Vorstände und stellt fest: Huch, so wenig Frauen. Das könne ja nur an einer "gläserne Decke", also Diskriminierung liegen. Macht man es sich da nicht ein bissschen zu einfach? Eine Selektion nach Alter ist außerdem wichtig. Was ist, wenn man gezielt nach erfahrenen Leuten suchen möchte?

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Günter Blümel

politisch korrekte Lösung

Man könnte auch eine Blankobewerbung mit lediglich einer Postfach-Nummer verpflichtend machen und alle Interessenten zum Gespräch einladen. Seine diskriminierenden Vorurteile müsste man sich dann halt für die Auswahlgespräche aufheben. Da werden sie dann statistisch weggelogen, indem man sagt, es lag an der konkreten Persönlichkeit. Das wäre doch eine wahrhaft politisch korrekte "Lösung".

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Wolfgang Wagner, M.A.

Ändern muss sich die Haltung - nicht das Papier!

Das ganze Projekt kann man auch als Ablenkungsmanöver der Politik begreifen. Denn es kann nicht darum gehen, menschliche Individualität zu verleugnen, sondern Toleranz ist eine Werthaltung, die in den Köpfen stattfindet. Und diese Werthaltung hat Politik zu organisieren!

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Bernhard Russ

so zerstört man sich selbst

Die Politik auf allen Ebenen, Stadt, Land, Bund, Brüssel ist auf Selbstzerstörung programmiert. So müssen meine Eltern die Weimarerzeit erlebt haben.
Dieses Gesetz bringt gar nichts außer hohe Kosten.

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Walpurga Müller-Schmidt

Anonyme Bewerbung = Misstrauensnachweis + Beleidigung

Ich habe Personalverantwortung. Alleine 2011 habe ich 10 Stellen in meinem Team neu besetzt.

Was heisst eine anonyme Bewerbung? Für mich: Der Bewerber traut mir also nicht mal zu, dass ich ihn vorurteilsfrei bewerte. Er schenkt mir also ohne mich zu kennen nicht mal ein bisschen Vertrauen. Wieso soll ich einer solchen Person das Vertrauen schenken bei mir arbeiten zu können? Es ist zudem beleidigend, denn der Bewerber unterstellt mir erst einmal, dass ich nach irgendwelchen Methoden diskriminiere.

Eine anonyme Bewerbung landet bei mir daher erst mal im Rundordner. Würde man mich unter Eid befragen, würde ich in jedem Fall sagen: "Nach ausführlicher Lektüre der Bewerbung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Qualifikationen des Bewerbers sich nicht mit den Anforderungen der Stelle decken." Ich nehme dann lieber einen Bewerber, der mich nicht schon als Diskriminierer abgestempelt hat bevor er/sie mich kennen gelernt hat.

Das die Studie Quark ist steht ja schon im Artikel.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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