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Alltag Jobwechsel Leben als ewiger Neueinsteiger

30.01.2007 ·  Anders als in Deutschland sehen die Briten Zeitarbeit nicht als Sprungbrett in einen festen Job. Höher qualifizierte Fachkräfte schätzen die Ex-und-hopp-Karrieren. Doch die Arbeitsbedingungen sind hart.

Von Claudia Bröll
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Abdul Hoque schätzt den ständigen Wechsel. Heute installiert er ein neues Computersystem in einem Londoner Betrieb. Sechs Monate später sitzt der 39 Jahre alte IT-Spezialist an einem neuen Schreibtisch. Seit vier Jahren arbeitet Hoque als eigenständiger Unternehmer für mehrere Zeitarbeitsfirmen in Großbritannien. Eine feste Anstellung wäre ihm ein Graus. "Ich kann auf diese Weise viel Erfahrung sammeln, ohne in die politischen Spielchen in Unternehmen verwickelt zu werden. Ich werde für einen ganz bestimmten Auftrag bezahlt. Wenn er erledigt ist, ziehe ich weiter."

In keinem Land der Erde ist die Zeitarbeit so verbreitet wie im Vereinigten Königreich (siehe dazu das Kurz-Interview mit Wolfgang Clement: Briten haben ein Jahrzehnt Vorsprung). Während in Deutschland 1,2 Prozent der Erwerbstätigen als Zeitarbeiter beschäftigt sind, erreicht Großbritannien eine Quote von 5 Prozent. Für mehr als 700 000 Menschen auf der Insel gehört der ständige Jobwechsel zum Berufsalltag. Schlägt man eine Londoner Tageszeitung auf, finden sich spaltenweise Angebote für Zeitarbeitskräfte. "Temps" scheinen die Qual der Wahl zu haben. "Persönliche Assistentin gesucht - 14 Pfund pro Stunde (21 Euro)", "Schnell wachsende Kanzlei, die in ihre Mitarbeiter investieren will, sucht Aushilfssekretärin", "Hervorragende Chancen für Temps in der Medienbranche".

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