12.06.2012 · Wann muss ich meine Arbeits-Mails auf dem Smartphone checken? Muss ich ans Handy gehen, wenn der Chef am Wochenende anruft? Nach der Forderung von Arbeitsministerin von der Leyen nach klaren Erreichbarkeits-Regeln äußern sich nun Wissenschaftler und Arbeitsrechtler.
Von Kerstin Schwenn, Corinna Budras und Nadine BösRichtlinien für Lesermeinungen
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Und noch ein weiterer Schritt zur Entmündigung durch die regelungswütige Politklasse -
Erst "Expertentips" Tempo 30 in Städten und dem
ständig zunehmenden "Wechsel"schilderwald auf Autobahnen
und Nebenstrassen (mein Gott - als ob man nicht der Verkehrssituation
angemessen seit über 35 Jahren unfallfrei alleine fahren
könnte). Dann seit Jahren (nachgewiesen) völlig sinnlose
Feinstaubzonen, die mir nicht mehr erlauben, meine Mutter mit Familie im
Campingbus zu besuchen. Nun Handyregelungen - als ob es nicht
"Pflicht" ist, dem Arbeitgeber Rede und Antwort stehen zu
KÖNNEN, wenn es wichtig ist (dafür habe ich übrigens 2
Telefone - Privat und Erreichbar; Letzteres liegt eben irgendwo, wenn
ich nicht erreichbar sein will/kann und meine Chefs und Mitarbeiter
wissen, dass ich echt sauer reagiere, wenn ein Anruf nicht wichtig war
und hätte warten können).
Aber weder die Schaffung von virtuellem Geld durch Banken (einfach nur
einen einzigen Handel am Tag pro Position zulassen), Rohstoffspekulation
- noch die keinerlei Mehrwert schaffenden Hedgefonds kriegen sie in den Griff!!
aber der Bund sollte vielleicht erst mal anfangen seine ineffiziente Organisation und das verwaltungsinterne Formularchaos in den Griff zu bekommen, und wenn's nur die Krankenversicherung für Beamte ist (vgl. Zentralstelle ZEFIR).
Die Frau hat ja echt super Ideen. Und das ganze noch von richtigen
"Wissenschaftler" und "Arbeiterechtler" untermauen.
Oh, was kosten die Studien nochmal? Im dutzend billiger? Ach, ist doch
Wurst denn ich Michels habt ja genug Jobs und Kohle..noch!
Gruesse aus dem Ausland
Frau von der Leyen "will Regeln gegen Handy-Stress"
„Diese Regeln müssen vom Arbeitgeber gesetzt werden, aber
auch von den Beschäftigten gelebt werden.“
Ist die Dame noch bei Trost? Hat Deutschland keine anderen Sorgen? Oder
muss sie sich mal wieder in den Medien bemerkbar machen? Mit diesem
Thema beschäftigen sich nun auch noch Wissenschaftler und
Arbeitsrechtler (die werden doch auch vom Steuerzahler bezahlt. Haben
die auch nichts Wichtigeres zu tun als Frau v.d.L.?)
Man muss sich immerzu in die Arme kneifen bei diesen Politikern, damit
man merkt, dass man wirklich wach ist und nicht bloß schlecht
träumt.
Allerdings: "Eine entsprechende Verschärfung des
Arbeitschutzgesetzes plant die Ministerin nicht". Na, das ist ja
wenigstens ein kleiner Trost... ;-)
Wann werden denn die "gesetzten Regeln" von mir "gelebt
werden" müssen, Frau v.d.L.?? Und was passiert, wenn ich nicht will?
Regeln gegen Politiker-Stress.
Was ist mit unserer Sozialministerin los? Zur Zeit gibt sie zu allem
ihren Senf.
Sind neue Stellen zu besetzen???
Anstatt gesetzlich vorzuschreiben, wann wir unsere Handys ausmachen sollen, könnte man doch einfach ab 18 Uhr eine Stromsperre verordnen. dadurch funktionieren die Handys nicht mehr, wir schaffen die CO2-Ziele doch noch und zwar ohne bösen Atomstrom und wir reduzieren alle unsere Stromrechnungen. Wir könnten auch abends die Bürgersteige hochklappen, dann reduzieren sich bestimmt die nächtlichen Unfallzahlen mit Fussgängern. Nach vollständiger Einführung des E-Autos sogar noch mehr! Wenn wir dann die Behördenöffnungszeiten noch in die Nachtstunden verlagern, könnten wir gleichzeitig die Effizienz der Verwaltung verbessern, die Probleme mit der Behörden-IT erledigen sich von selbst und die Bahn wäre auch endlich mal pünktlich (zumindest nachts). Mit ein bisschen Intelligenz und unkonventionellem Denken ist es so einfach das Leben der Bürger zu verbessern. Danke Frau von der Leyen!
Wie wär es, wenn die Dame erstmal die Regeln für Zeitarbeit etc. weniger krankmachend gestalten würde...!
Allmachtsphantasie oder Machtinstrument?
Frau von der Leyens Intitiative offenbart womöglich nur die
Geisteshaltung vieler Politiker:
Entweder sie erliegen der naiven Allmachtsphantasie, dass alles geschehe
wie beordert, sobald es nur in ein Gesetz gegossen ist.
Oder derartige Gesetze(sinitiativen) sind ein schlichtes Mittel des
Machterhalts. "Wählt mich, denn seht, was ich Gutes für
Euch tue."
Nach der praktischen Umsetzung fragt ja keiner...
Doch wer wollte Politiker dafür verurteilen? Ist ihr Tun nicht
lediglich ein populistischer Reflex auf einen vollkaskoverliebten
Bürger, der verlernt hat für sich selbst zu denken und zu
handeln?
wahrscheinlich bekommt Frau von der Leyen zuviele Anrufe von der Chefin.
soll die Dame mal ihre Fahrtenbücher offen legen. Und ein Gesetz schaffen für absolute Transparenz für Ausgaben und Privilegien, die Volksvertreter beanspruchen, aber dann verheimlichen wollen. Dies Ministerin ist mehr als nur überflüssig.
Vielleicht ist es die große Anzahl ihrer Kinder, die VdL glauben
macht, alle Deutschen brauchen ihre Bevormundung.
Erreichbar ist in vielen Positionen ein Teil des Jobs und wird durch
höheren Verdienst ausgeglichen. Wer das nicht anbieten möchte,
hat die Möglichkeit selbst nein zu sagen.
Sie müssen da wohl etwas falsch verstanden haben, Herr Thoureau
Die schlichte Erkenntnis, dass ein Mensch selbst einfach Nein oder JA sagen könnte, passt nicht in das Gehirn eines Politikers. Denn wenn die das einsehen würden, würden sie sich doch total überflüssig machen... ;-)
Irgendwas muss sie halt reglementieren...
... das liegt bei der Frau scheinbar in den Genen. Ist es wirklich so, dass sich ein beachtlicher Teil der Wahlbevölkerung ins Weltbild der Frau v.d. Leyen einordnet und fest daran glaubt, dass es eine Bundes-Nanny/Granny braucht, die jeden Bereich mit starren Regeln regelt?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 20:17 UhrNee, Herr Dahmen
Die meisten brauchen wohl keine Bundes-Nanny. Aber ein paar Ausnahmen
dürfte es geben - siehe @Mathias Raschke...
Ob diese Dame wenigstens auch mal etwas lernen kann? Ich habe so meine Zweifel
Ob man in der deutschen Bundesregierung schon mal etwas von Eigenverantwortung und Selbstbestimmung gehört hat. Das scheint nur für Sozialhilfemepfänger zu gelten. Menschen die arbeiten müssen offenbar laufend gegängelt werden und die Bundesregierung nimmt ihnen alle Entscheidungen ab. Früher hatte ich mal gelernt, daß das Gewerkschaftsprinzip im wesentlichen aus Informationsprevilegien besteht. Die Unsitte scheint sich immer mehr auszubreiten. Menschen, die erfolgreich im Beruf arbeiten, haben in der absoluten Mehrzahl der Fälle auch gelernt sich zur organisieren und den richtigen Rhythmus zwischen Arbeit und Ruhepausen zu finden. Und genau diese Fragen werden von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich erfüllt. Aber diese begnadete Ministerin kann zwar nichts, aber in jedem Falle weiss sie alles besser als die Bürgere und deshalb muss sie natürlich auch alles entscheiden und das auch für alle.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 20:24 UhrPolitiker und etwas lernen?
Das halte ich für einen Widersprich in sich, Herr Mahler.
Und "Eigenverantwortung und Selbstbestimmung"? Die hat man uns
Bürgern doch schon vor langer, langer Zeit abgesprochen. Aber
wahrscheinlich bemerken wir es schon gar nicht mehr, wie sehr wir
gegängelt werden, weil der Mensch sich eben an alles gewöhnt.
Erschwerend kommt hinzu, dass es in D. zu viele Leute gibt, die
überzeugt sind, Politiker wüssten alles besser als sie selber.
Es wäre zu begrüßen, wenn die Arbeitnehmerrechte bezüglich der Kommunikationsverfügbarkeit klar geregelt wären. Die Arbeitgeber können ja bei entsprechend besserer Bezahlung eine höhere Verfügbarkeit aushandeln.
Wenn jemand der die wirklich gearbeitet hat die Arbeit regulieren will ...
... ist das ungefähr so, wie wenn jemand Landwirtschaftsminister wird, der noch nie eine Kuh gesehen hat. An diesem Vorhaben kann man wieder deutlich erkennen, daß die Frau v.d. Leyen in einer erdachten Scheinwelt lebt. Meine Lebenserfahrung zeigt, daß der Handy und email-Streß meist selbstgemacht ist, denn jeder einzelne kann das für sich steuern. Und egal was die Dame in ihr Gesetz schreibt, es wird niemanden interessieren, keiner wird sein Verhalten ändern.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 14:48 UhrArbeitsministerin ...Wenn jemand
"....wenn jemand Landwirtschaftsminister wird, der noch nie eine
Kuh gesehen hat."
Nur zur Präzisierung: Im Laienspielerensemble in Berlin macht das
eine Elektrotechnikerin zwischen zwei Biergartenbesuchen, unsere Ilse.
Ich brauche ganz gewiss keine von der Leyen,
um mit ihrer Unterstützung zu lernen, wie ich mit
Hääändi, Smartphone und Computer umgehe - nicht auf der
empfangenden Seite und auch nicht auf der abgebenden Seite.
Diese Frau sollte endlich aufhören, die Bürger zu gängeln
und zu bevormunden. Und sie sollte auch endlich lernen, dass Einige
Stress aushalten und Andere eben nicht. "If you can't stand the
heat, you better leave the kitchen." Basta!
...ein Gesetz, dass es verbietet, sich einen neuen Rechtsanwalt zu
suchen, weil der bisherige am Wochenende nicht erreichbar ist.
Auch der Freiberufler soll Freizeit haben!
Gibt es etwas, was UvdL nicht regeln möchte?
27% müssen sehr häufig erreichbar sein... Ich kenne das aus
meiner aktiven Zeit nicht anders, da gab es Handys, noch keinen
Tablet-PC und es war bei meinem Einkommen selbstverständlich, dass
ich auch in der Freizeit verfügbar war. Urlaub zuhause endete am
zweiten Tag im Büro, na und? Bezahlung von Überstunden oder
Ausgleich für nicht genommenen Urlaub gab's nicht. Abschalten von
der Arbeit daheim, schwierig und trotzdem hat mir meine Arbeit immer
Freude gemacht. Spaß machte sie ebenfalls oft genug (im Gegensatz
zu unserer Kanzlerin, der die Arbeit ja immer Spaß macht).
Ich bin der Meinung, aber einer gewissen Gehaltsklasse muss man mit
Einschränkungen der Freizeit rechnen und kann nur jedem raten,
beizeiten zu lernen, sich abzugrenzen, das habe ich verpennt. Geschadet
hat es mir nicht, ich wünschte, ich hätte meine Arbeit noch
und nicht die Rente ;-)
Hallo Herr Rieger,
stimmt, ich habe seit meinem 14. Lebensjahr 44 Jahre ununterbrochen
gearbeitet, davon 32 Jahre in der Werbung. Und dort galt
"Gleitzeit", morgens bis spätestens halb 10 da sein,
abends Ende offen, Wochenenden oft genug durchgearbeitet. Arbeit mit
unendlich viel Stress, Spaß und viel Freude, wenn der Kunde wieder
zufrieden war. Gleichzeitig habe ich mich während meiner Arbeit
immer frei und ungebunden gefühlt (mein Chef saß 400 km
entfernt).
Die meisten Arbeitnehmer möchten um 17h zuhause sein, was aber mit
einem höheren Einkommen kaum in Einklang zu bringen ist. Wenn man
sich aber, so wie ich, von der Kontaktsekretärin zur
Geschäftsführerin, die nebenbei Kundenberatung und Produktion
macht, mit allen Verantwortlichkeiten, die unterwegs rumlagen eindeckt
und hocharbeitet, ist eine geregelte Arbeitszeit undenkbar. Dafür
habe ich einen Kunden und den gleichen Etat u.a. 28 Jahre betreuen
dürfen. Eine Ausnahme in der Werbung, die man aber nur mit
Engagement und vollem Einsatz schafft.
Das war ein Witz - oder?
Gehe davon aus, es war ein Scherz. Sklaven haben weder Rechte noch
(gute) Bezahlung. Wenn der (zumeist) auf den Taschen der Eltern bis
knapp 28 freizeitorientiert studierende Jungmensch dann auf die goldenen
Eier wartet, die ihm seinen BMW/Porsche/... mit 6 Stunden Arbeit am Tag
erlauben und den Rest der Zeit "hyperunglücklich" und
gleichzeitig aktiv gelangweilt ist...habe(n Frau Simon und ?)ich seit
dem 14. Lebensjahr bereits eigenes Geld verdient, neben einem guten Abi
ein oder zwei Studien beendet und verdiene in einem Beruf, der manchmal
8, oft aber 12 bis 20 Stunden auch einmal über Monate ohne
Wochenenden nicht nur recht gutes Geld, sondern sind auch aktiv
bemüht, Familie, Ruhepausen (mit Handyregelung - siehe eigener
Beitrag) und Berufsfreude in Balance zu halten.
Eine Regelung dafür brauche zumindest ich nicht - nur ein eigenes
Hirn und ein Rückgrat dem Chef und den Mitarbeitern klar zu machen,
wann ich anzurufen bin. Und einen Daumen für die Austaste...ist wie
beim Fernsehen.
"am Steuer und ohne Freisprecheinreichtung sollte niemand verfügbar sein"
Das ist so nicht ganz richtig, Herr Pätzold. Denn in dem Wörtchen "SOLLTE" steckt ja die Möglichkeit, es tun zu DÜRFEN. Das ist aber falsch. Sie dürfen eben nicht! Weil es dafür nicht nur eine Regelung gibt, sondern sogar ein Gesetz. Man sieht, wir alle haben uns schon sehr daran gewöhnt, in tausend kleinen Dingen gegängelt zu werden, ohne es zu bemerken - ob wir nun die "richtige" Glühbirne einschrauben oder uns im Auto anschnallen oder oder...
@Henning Kratochwill: die Freiheit des Sklavenmenschen
Solch gut bezahlte "Sklaven" erfreuen sich üblicherweise
auch großer Unabhängigkeit und Freiheit, auch wenn sich das
ein "richtiger" Arbeitnehmer nicht vorstellen kann. Solche
"Sklaven" hätten sogar die Freiheit, zu entscheiden,
dieses Sklavenleben gegen das eines "richtigen" Arbeitnehmers
zu tauschen. Und wenn sie das nicht tun, dann werden sie schon wissen, warum.
Die Dame auf dem Photo übertreibt es allerdings mit der
telephonischen Verfügbarkeit: am Steuer und ohne
Freisprecheinreichtung sollte niemand verfügbar sein, nicht einmal
der "Sklave".
Nee, nicht Sklave, so habe ich mich nie gefühlt,
dazu bin ich viel zu gern arbeiten gegangen. Im Gegenzug bin ich eine
miserable Hausfrau ;-)
Aber man muss ja nicht alles können und nicht alles wissen, wenn
man weiß, wen man fragen kann.
Ich gebe zu, meine Arbeitsmoral war nicht unbedingt flächendeckend
übereinstimmend mit der anderer Leute, aber ich konnte nicht anders
und das war gut so.
@Renate Simon
Wer sich so verhält hat die Bezeichnung Artbeitnehmer nicht
verdient, zu so jemand sagt man Sklave, wenn auch evtl. gut bezahlt.