Am deutschen Arbeitsmarkt sind erste Bremsspuren zu erkennen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit gab im Februar um vier auf 175 Punkte nach. Der Grund dafür liege vor allem in der nachlassenden Dynamik bei den neu gemeldeten offenen Stellen, wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung der Behörde heißt. Diese Entwicklung sei schon seit einigen Monaten zu erkennen.
Gleichwohl liege die Arbeitskräftenachfrage nach wie vor auf einem hohen Niveau. Im Januar hatte der Index den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2005 erreicht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wies der Februar noch ein deutliches Plus von elf Zählern auf, das für nahezu alle Branchen gilt. Nahezu jede dritte neu gemeldete Stelle kommt aus der Zeitarbeit. Auch der Handel, die Bauinstallation, die Gastronomie und das Gesundheits- und Sozialwesen wiesen einen hohen Personalbedarf auf. Eine Prognose wollten die Arbeitsmarktbeobachter nicht abgeben. Die vollständige Monatsbilanz wird die Behörde an diesem Mittwoch in Nürnberg vorlegen.
In den Stellenindex fließen alle offenen Stellen ein, die den Arbeitsagenturen zur Besetzung gemeldet werden. Schätzungen zu Folge trifft das in jedem zweiten Fall zu, in dem Arbeitgeber Personal suchen. Die Arbeitsverwaltung geht davon aus, dass mit zunehmender Dauer des Aufschwungs am Arbeitsmarkt und steigender Besetzungsdauer die Unternehmen bereit sind, mehrere Suchwege zu beschreiten.
