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Arbeitsmarkt Ältere Frauen stehen häufiger im Beruf

07.10.2011 ·  Einer neuen Studie zufolge stehen mittlerweile mehr ältere Frauen noch im Berufsleben. Erst einmal arbeitslos geworden, sinken ihre Chancen jedoch stark.

Von Sven Astheimer
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Die Chancen von Älteren am deutschen Arbeitsmarkt haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Dazu hat vor allem beigetragen, dass mittlerweile mehr ältere Frauen noch im Berufsleben stehen. Erst einmal arbeitslos geworden, haben Ältere jedoch noch immer deutlich schlechtere Karten als Jüngere, eine neue Stelle zu finden. Das sind die Hauptaussagen einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Der Untersuchung zufolge ist zwischen 1998 und 2010 der Anteil der Frauen an allen sozialversichert Beschäftigten zwischen 55 und 64 Jahren um 8 Punkte auf 45 Prozent gestiegen. Dies wirke sich positiv auf die Arbeitsmarktbilanz der Älterer aus. Auch seien die Beschäftigungsverhältnisse Älterer zuletzt stabiler geworden, schreiben die Wissenschaftler des staatlichen Instituts.

Nach wie vor finden Ältere jedoch deutlich seltener eine neue Stelle. Während ihre monatliche Übergangsrate von Arbeitslosigkeit in Beschäftigung 3,9 Prozent beträgt, liegt der Wert für die 25- bis 49-Jährigen mit 7,2 Prozent deutlich höher. Dementsprechend ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen unter den Älteren mit 41 Prozent mehr als doppelt so hoch wie unter allen Arbeitslosen (18). „Der entscheidende Faktor für die Chancen am Arbeitsmarkt ist aber nicht in erster Linie das Alter“, sagen die IAB-Wissenschaftler.

Akademiker über 50 Jahre seien aber ähnlich gut in den Arbeitsmarkt integriert wie jüngere Hochschulabsolventen. Dagegen senke die Kombination aus höherem Alter und geringer Qualifikation die Chancen stark.wesentlich.Deshalb komme einer kontinuierlichen berufsbegleitenden Weiterbildung künftig eine große Bedeutung zu.

Das IAB weist auch darauf hin, dass es in einigen Unternehmen noch Vorbehalte gegen Ältere gebe. Andererseits hätten ältere Arbeitslose mitunter auch überzogene Gehaltsansprüche an eine neue Arbeitsstelle.
 

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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